Abgasskandal Fiat Ducato Rechtsberatung im Dieselskandal: Besitzer von Wohnmobilen mit Fiat-Motoren fordern Schadensersatz

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Der Fiat Ducato ist das beliebteste Basisfahrzeug für Wohnmobile. Bekannte Hersteller wie Hymer, Pössl oder Carthago setzen auf den Fiat Ducato als Unterbau und auf dessen Motoren von Fiat Chrysler Automobiles (FCA). Dieselmotoren aus dem Hause FCA sollen jedoch so konstruiert worden sein, dass die gesetzlich vorgeschriebene Abgasnachbehandlung circa 22 Minuten nach dem Start deaktiviert wird. Das bedeutet, die Stickoxidgrenzwerte der Euro-Abgasnorm werden nur für die Dauer des Prüfstandlaufs eingehalten. Dieser Vorwurf bildet die Grundlage für eine mittlerweile vierstellige Zahl an Schadensersatzklagen gegen den italienischen Automobilhersteller.

Dieselmotoren von Fiat stehen im Fokus

In Dieselmotoren des FIAT-Konzerns mit den EURO Normen 5 und 6 aus den Jahren 2014 bis 2019 sollen unzulässige Abschalteinrichtungen verbaut worden sein. Deshalb ermittelt die Staatsanwaltschaft Frankfurt gegen Mitarbeiter des FIAT-Konzerns. Die strafrechtlichen Ermittlungen beziehen sich auf mehr als 200.000 Fahrzeuge mit Motoren von FCA, darunter viele Wohnmobile.

Auch das Kraftfahrt-Bundesamt hat bezüglich der Abgasnachbehandlung Untersuchungen durchgeführt. Diese erhärteten den Verdacht auf unzulässige Abschalteinrichtungen bei Wohnmobilen, denen der Fiat Ducato 2,3 Liter 96 kW Diesel EU5 und der Fiat Ducato 2,3 Liter 110 kW Diesel EU6 als Basismodell dient. Demgegenüber zeigte ein Fiat Ducato Multijet 130 2,3 Liter EU6 mit SCR-System ein unauffälliges Emissionsverhalten.

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Betroffene Wohnmobilbesitzer können Entschädigung fordern

Die bewusste Verwendung von unzulässigen Abschalteinrichtungen löst nach einem Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofs zu Volkswagen Schadensersatzansprüche gegen den Hersteller des manipulierten Motors aus. Dabei können Betroffene zwischen zwei Arten von Entschädigung wählen. Wer sein Fahrzeug behalten möchte, kann den sogenannten "kleinen" Schadensersatz geltend machen. Damit soll ein manipulationsbedingter Minderwert des Fahrzeugs ausgeglichen werden. Im VW-Abgasskandal haben die Gerichte diesen Minderwert auf bis zu 25 Prozent des Kaufpreises geschätzt. Wer sein Fahrzeug dagegen lieber zurückgeben möchte, kann den "großen" Schadensersatz verlangen. Die Entschädigung entspricht dann dem gezahlten Kaufpreis abzüglich einer Entschädigung für die Nutzung des Fahrzeugs. Im Gegenzug muss das Wohnmobil herausgegeben werden.

Wer Schadensersatz verlangen möchte, kommt um eine Klage und somit auch um einen rechtlichen Beistand nicht herum. Die Anwälte der Kanzlei von Buttlar Rechtsanwälte haben im Abgasskandal für eine Vielzahl von Mandanten erfolgreiche Entscheidungen beispielsweise gegen Volkswagen, Audi oder Daimler erstritten. Inzwischen gibt es auch die ersten Gerichtsurteile zum Fiat-Abgasskandal.

Dieselskandal trifft Fiat Ducato

Von Buttlar Rechtsanwälte bietet eine kostenlose Erstberatung an, die die Prüfung der Unterlagen, die Besprechung mit einem spezialisierten Anwalt und eine Aufklärung über die aktuelle Rechtsprechung umfasst. Außerdem werden die Mandanten individuell und auf ihren Fall zugeschnitten beraten. Zum kostenlosen Angebot gehört außerdem die Prüfung des Rechtsschutzversicherungsvertrages mit anschließender Deckungsanfrage.