Aesthetic Quartier Sind Schönheitskliniken besser als ihr Ruf? Ein Besuch in Frankfurt

© NVY Media Inhaber (Lukas Duzy)
Die Plastische Chirurgie hierzulande hat nicht immer den allerbesten Ruf. In Deutschland verfügen Schönheitskliniken noch über eine geringere gesellschaftliche Akzeptanz als etwa in den USA oder Brasilien, wo Schönheitsoperationen heute als ganz gewöhnlich angesehen werden. Dort stehen die Menschen ganz offen zu ihren kleineren oder größeren Verschönerungen, die sie in einer Schönheitsklinik haben vornehmen lassen. Hier bei uns ist das seltener der Fall: wenn überhaupt über eine erfolgte Schönheitsoperation gesprochen wird, dann nur in kleinem, vertraulichem Kreis. Auch Prominente äußern sich nur sehr ungern und oftmals erst nach einer Enthüllung durch einschlägige Boulevard-Medien öffentlich über durchgeführte Haartransplantationen, Nasenkorrekturen oder Faltenbehandlungen. Demgegenüber steht die wachsende Nachfrage nach Schönheitsoperationen und der Zuwachs an Anbietern für ästhetische Medizin und kosmetische Chirurgie in Deutschland. Wie passt das zusammen? Weshalb sprechen die wenigsten offen über ihren Gang zum Schönheitschirurgen, wo doch so viele dessen Dienste gern in Anspruch nehmen? Wieso ist die Schönheitschirurgie in der Gesellschaft scheinbar immer noch verpönt, wo doch so viele Menschen - übrigens Männer nahezu gleichermaßen wie Frauen - sich nach einer chirurgischen Optimierung ihres Körpers sehnen? Ein Branchenneuling berichtet über seine Erfahrungen.

Aesthetic Quartier behandelt auch internationale Patienten

"Diesen Fragen wollte ich auf den Grund gehen. Dazu habe ich online nach einer Schönheitsklinik gesucht, die nicht zu den alteingesessenen Kliniken zählt, die modern und Innovationen gegenüber aufgeschlossen wirkt und über einen Standort mit guter Lage und einem großen Einzugsgebiet verfügen sollte. Es sollte zudem ein Anbieter sein, der es schafft, meine eher skeptische Haltung gegenüber der Schönheitsmedizin bereits beim ersten Kontakt positiv zu beeinflussen. Fündig wurde ich im Frankfurter Westend. Das Aesthetic Quartier mit Sitz in Frankfurt sowie einem weiteren Standort in der Medizinstadt Heidelberg überzeugte zunächst durch seinen modernen Online-Auftritt mit einer sehr ansprechenden Bildsprache: Vom einladenden Empfangs- und Wartebereich mit netter Kaffee-Lounge über die seriösen Beratungs- und Behandlungszimmer bis hin zum kunstvoll gestalteten OP-Saal und den stylischen Patientenzimmern zeigt sich dasselbe ansprechende Design einer durchdachten Innenarchitektur und Raumgestaltung. Sollte es dort im Frankfurter Grüneburgweg wirklich so aussehen, werde ich mich sicher sehr wohl fühlen. Ich bin gespannt.

Die Praxis-Klinik für plastische und kosmetische Chirurgie, so die offizielle Bezeichnung, empfängt sowohl regionale als auch internationale Kundschaft. So sind speziell beautyaffine Menschen aus den Ländern des Mittleren Ostens häufig zu Besuch in Frankfurt. Der unmittelbare Einzugsbereich vor Ort erstreckt sich auf das Rhein-Main-Gebiet und die Metropolregion Rhein-Neckar mit den Kernstädten Heidelberg und Mannheim. Alle Suchkriterien waren also mit der Auswahl des Aesthetic Quartiers erfüllt. Die Klinikleitung zeigte sich gleich sehr offen gegenüber meinem Recherchevorhaben und lud mich umgehend zu einem Besuch in Frankfurt ein. Selbst eher kein Freund von Facelift und Haartransplantation, machte ich mich gespannt auf den Weg in die Mainmetropole und somit in die Welt der Schönheitschirurgie."

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Schönheitskliniken leisten mehr als bloße Kosmetik

Sylvia Nikisch, Fachärztin für plastische und ästhetische Chirurgie
"Im dem Gebäudekomplex im Frankfurter Grüneburgweg zählen international bekannte Unternehmen wie die Fluggesellschaft Emirates Fly oder die renommierte 'Financial Times' zu den Nachbarn der Ästhetik-Klinik. Auf mehr als 1.000 Quadratmetern Fläche erwartet mich die Welt der plastischen und ästhetischen Chirurgie. Neben operativen Eingriffen werden hier auch Anti-Aging-Behandlungen und Anwendungen der medizinischen Kosmetik angeboten.

Nach einem freundlichen Empfang durch die besonders sympathischen Damen im Eingangsbereich treffe ich nach nur kurzer Wartezeit auf meine erste Gesprächspartnerin, eine Fachärztin. 'Schönheitschirurgie kann durchaus sinnvoll und hilfreich sein: Wenn Menschen stark unter ihrem Aussehen leiden, kann das ihr seelisches Wohlbefinden beeinträchtigen und Auswirkungen auf ihre Psyche haben. Mit unseren sorgsam durchgeführten Eingriffen und kosmetischen Anwendungen schenken wir unseren Patientinnen und Patienten ein Stück Lebensqualität', erklärt Sylvia Nikisch. Die Fachärztin für plastische und ästhetische Chirurgie ist im Aesthetic Quartier die Spezialistin für die Behandlungsbereiche Haare und Brust sowie für das Körperforming. Neben der Beseitigung von mehr oder weniger deutlich sichtbaren Schönheitsmakeln käme die plastische Chirurgie regelmäßig auch aus medizinischen Gründen zum Einsatz, so die Schönheitschirurgin. 'Mit der Beseitigung von Schlupflidern können wir etwa eine Sehfeldeinschränkung beheben, die Betroffene in ihrem Alltag sonst stark behindern würde. Mit einer Fettabsaugung und anschließender Bauchdeckenstraffung lässt sich eine sogenannte Fettschürze entfernen, die ansonsten eine starke Reibung der Haut verursachen und so Entzündungen in den Hautfalten entstehen lassen könnte.' Schönheitskliniken leisten also viel mehr als bloße Kosmetik. Sie haben einen besseren Ruf verdient, finde ich."

Sicherheit und Wohlbefinden der Patienten stehen im Vordergrund

Eingang: Aesthetic Quartier in Frankfurt
"Im Aesthetic Quartier geht es bei allen Anwendungen - ob aus ästhetischen Gesichtspunkten oder aufgrund einer medizinischen Indikation - immer zuvorderst um die Sicherheit und das Wohlbefinden der Patienten. 'Der verantwortungsvolle Umgang mit unseren Patienten, unsere medizinische Fürsorgepflicht, hat bei uns oberste Priorität. Sollte eine von einem Patienten gewünschte OP nicht sinnvoll oder gar risikohaft erscheinen, sagen wir das auch. Dann wird von uns keine Operation durchgeführt', betont Lukas Duzy, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter des Aesthetic Quartiers in Frankfurt und Heidelberg. Maßvoll, in einem positiven Risiko-Nutzen-Verhältnis angewandte Plastische Chirurgie sei durchaus gesellschaftsfähig, so der Klinikleiter. 'Klar sind wir als Praxis-Klinik für plastische und kosmetische Chirurgie auch ein Gesundheitsunternehmen und müssen sinnvoll wirtschaften und schließlich erfolgreich sein. Ethik und Fürsorge müssen aber immer vor dem Ökonomischen stehen. Und dafür stehen wir hier im Aesthetic Quartier: Wir haben den Anspruch, unseren Patientinnen und Patienten von Beginn an ein Gefühl des Vertrauens zu vermitteln.' Und vertraut und angenehm kommen mir die Räumlichkeiten, die ich auf meinem abschließenden Rundgang mit dem Klinikchef besichtigt habe, in der Tat vor. Es herrscht eine sehr behagliche Atmosphäre und man fühlt sich schnell wohl. Die Räumlichkeiten vor Ort haben gehalten, was die Bildsprache des Online-Auftrittes versprochen hatte."

Fazit

"Ich selbst bin nach wie vor kein Freund chirurgischer Eingriffe jedweder Art, erst recht nicht aus bloßen ästhetischen Gründen. Das hat aber persönliche Gründe: Meine Empfindsamkeit ist von Natur aus einfach etwas zu hoch, ich bin sehr schmerzempfindlich. Obwohl ich mich also nahezu täglich über mein schütteres Haar ärgere und an kalten Wintertagen aufgrund des fortschreitenden Haarverlustes zunehmend am Kopf friere und ohne Mütze oder Hut nicht mehr auskomme, werde ich mich in absehbarer Zeit eher keiner Schönheitsoperation unterziehen. Wobei: Wenn zu der nicht eben sehr ästhetischen Glatze - ich habe alles andere als die schöne Kopfform von Bruce Willis oder Pep Guardiola - auch noch Schlupflider, Tränensäcke und tiefe Falten im Gesicht hinzukommen sollten, könnte sich diese Einstellung schnell ändern.

Und sollten meine ästhetischen Einschränkungen sich tatsächlich noch ausdehnen, würde ich diese unschönen Zeichen der Zeit in Frankfurt behandeln lassen: im modernen, erfrischend anders und dabei sehr freundlich und kompetent wirkenden Aesthetic Quartier. Hier habe ich mich bei meinem Besuch und den Gesprächen mit Klinikleitung, Fachärzten und dem umsichtigen Klinikpersonal jederzeit willkommen, besonders und immer sehr wohl gefühlt. 'Kommen Sie gerne wieder', ruft mir Sylvia Nikisch zum Abschied aus dem Grüneburgweg freundlich, aber eben doch mit dem routinierten Blick der Schönheitschirurgin hinterher. Sie weiß aus Erfahrung: Bei mir wäre leicht noch etwas zu machen. Und in diesem Moment wird mir klar, dass ich sicher nicht das letzte Mal im Grüneburgweg war."