Aktivierung Demenz Ein smarter Ball soll zu einer höheren Aktivierung bei Demenz führen

© icho systems gmbh c/o Fraunhofer InHaus Zentrum
Menschen, die an Demenz erkrankt sind, stellen spezielle Anforderungen an die Pflegefachkräfte. Denn sie benötigen eine besondere Förderung, damit die verbleibenden Ressourcen so lange wie möglich erhalten werden. Verschiedene Studien haben zu Erkenntnissen geführt, die nun als Wegweiser fungieren, um betroffene Patienten bestmöglich zu therapieren. Dabei steht vor allem die gleichzeitige Förderung von Kognition und Motorik im Vordergrund, die in den Studien eine besonders gute Stimulation hervorgerufen hat. Weiterhin ist für die Aktivierung bei Demenz essenziell, dass die Bewohner motiviert mitmachen und sich aktiv bewegen sowie bewusst in die Kommunikation treten.

Demenz: Die Krankheit in Zahlen

Rund 1,7 Millionen Menschen sind in Deutschland an Demenz erkrankt. In der alternden Gesellschaft steigt diese Zahl jedoch stetig an. Dementsprechend wichtig ist es für Pflegekräfte heutzutage, eine Expertise für die Behandlung betroffener Patienten zu entwickeln und die Krankheitsbilder der Demenz, beispielsweise Alzheimer, richtig einordnen zu können. Da es noch kein Heilmittel gegen die neurodegenerative Erkrankung gibt und die Ursache nicht abschließend geklärt ist, steht vor allem die Aktivierung der Patienten bei der Therapie im Vordergrund. Denn verschiedene Studien zeigen, dass eine aktive Lebensführung vor allem im Alter den Erkrankungsprozess teilweise verlangsamen kann. Diese Studien der Universität Nürnberg-Erlangen verweisen auf die Kombination von kognitiver und motorischer Förderung. Ein Konzept, das zunehmend auch in der stationären und teilstationären Pflege aufgegriffen wird, um bei Gästen der Tagespflege wie auch Bewohner im stationären Bereich zu aktivieren. Hierzu sind sogar spezielle Expertenstandards entwickelt worden, die eine individuelle Förderung voraussetzen.

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Sinnvolle Hilfsmittel für die Aktivierung bei Demenz

Anhand dieser Studienergebnisse wurden neuartige Produkte entwickelt, welche die Pflegefachkräfte bei der Aktivierung von Menschen mit Demenz unterstützen. Dazu gehört auch der Therapieball ichó, der die Stärken eines digitalen Produktes mit jenen eines analogen, haptischen Therapieobjektes verbindet. So ist eine individuelle Förderung nach Expertenstandard möglich. In seiner Anwendung funktioniert der Ball denkbar einfach. Außerdem leuchtet er in bunten Farben, spielt Musik sowie Geräusche ab und kann vibrieren. Was so einfach klingt, ist in Wahrheit ein neuartiger Hightech-Computer, der Menschen mit Demenz ganz individuell anspricht und dadurch zu einer wesentlich höheren Aktivierung führt.

Therapieball ichó in der Praxis

Der leuchtende ichó Ball aktiviert und fördert gleichermaßen.
In der Praxis kann ein Aktivierungsangebot dann so aussehen, dass Themen wie die Biographiearbeit, Motorikförderung, das Gedächtnistraining oder Musikangebote mit Bewegungsspielen verbunden werden. Dabei müssen die Angebote speziell auf die Fähigkeiten des Patienten mit Demenzerkrankung angepasst werden. Genau dafür kommt der intelligente Therapieball ichó zum Einsatz. Auf dem Ball sind verschiedene Anwendungen hinterlegt, mit denen die Pflegekraft ihr Angebot vielseitig durchführen kann. Der ichó Ball reagiert nämlich auf alles, was mit ihm gemacht werden, sei es das Schütteln, Fangen, Werfen oder Streicheln. Je nach Anwendung beginnt der Ball dadurch in verschiedenen Farben zu leuchten, Tiergeräusche abzuspielen, zu vibrieren oder er lädt zum Träumen ein mit Märchen, Geschichten sowie Klanglandschaften. Im Gegensatz zu Tablets oder anderen Hilfsmitteln, bringt der Therapieball den Vorteil mit sich, ein haptisches Objekt zu sein, dessen Oberflächenstruktur für sich bereits interessant ist und zum Entdecken einlädt.