Alterssichtigkeit Alterssichtigkeit adé: "Ich wollte die größtmögliche Brillenunabhängigkeit erreichen"

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Was tun, wenn man wegen Alterssichtigkeit ständig mit verschiedenen Brillen hantieren, sich mühsam an Gleitsichtgläser gewöhnen muss oder permanent mit unscharfer Sicht kämpft? Wäre es nicht ein extremer Gewinn an Lebensqualität, benötigte man gar keine Sehhilfe mehr und sähe dennoch in allen Distanzen scharf? Das fragte sich Rüdiger Dworschak. Der Diplomingenieur und Gründer des Mannheimer Medizinprodukteunternehmens 1stQ, Spezialist in der Entwicklung innovativer Kunstlinsen, nahm die Einschränkungen seiner Alterssichtigkeit nicht länger hin - und ließ die Presbyopie mit dem firmeneigenen Zweilinsensystem Liberty² korrigieren. Im Interview berichten er und sein Operateur Prof. Dr. Gangolf Sauder über die smarte Lösung.
Ein kurzer Eingriff mit großer Wirkung
Sich von der eigenen Firma entwickelte und hergestellte Linsen ins Auge implantieren zu lassen, zeugt von großem Vertrauen in die Produkte. Was hat Sie dazu bewogen?

Rüdiger Dworschak: Irgendwann sah ich meinen Optiker fast häufiger als meine Frau (lacht). Nein, ernsthaft, durch die Abhängigkeit von meinen diversen Brillen fühlte ich mich in meiner Lebensqualität und Arbeitsleistung eingeschränkt: Lesebrille, PC-Brille, Sonnenbrille mit Stärke, Fernbrillen mit Gleitsichtoptiken: Dieses nervige "Brillen-Management" hat mich bewogen, über eine neue und nachhaltige Lösung für alterssichtige Menschen mit hohen Ansprüchen an ihr Sehen nachzudenken. So wie mir geht es ja unzähligen Menschen.

Hatten Sie Erfahrungen in diesem Bereich?

Rüdiger Dworschak: Als Ingenieur beschäftige ich mich seit Langem mit der optimalen Kunstlinsenversorgung. Besonders mit Blick darauf, das Sehen mit Kunstlinse wieder so nah wie möglich an das Sehen mit der natürlichen Augenlinse anzugleichen. Unsere patentierte multifokale Zusatzlinse AddOn® wird zusätzlich vor eine herkömmlich implantierte Linse gesetzt und ermöglicht uns, das Sehen in der Nähe, in der PC-Distanz und in der Ferne unabhängig voneinander, jedoch im System, zu korrigieren. Das war die Geburtsstunde von Liberty². Wir haben letztlich vorhandene, erprobte und gesicherte optische Bestandteile zu einer Systemlösung mit Mehrwert zusammengeführt.

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Wie war Ihre Gemütslage vor dem Eingriff?

Rüdiger Dworschak: Es gibt viele gute Lösungen auf dem Markt, aber alle erhältlichen Kunstlinsen stellen letztlich einen fixen Status im Auge her. Bei Problemen kann dieser nur in einem engen Zeitfenster mit einer nicht ganz risikoarmen OP korrigiert werden. Diese Vorstellung gefiel mir nicht. Ich wollte größere Brillenunabhängigkeit, gleichzeitig maximale Sicherheit und Flexibilität. Wieder komplett ohne Brille scharf und kontrastreich sehen und lesen zu können, war mein Wunschszenario.

Ist das eingetreten?

Rüdiger Dworschak: Ja, in allen Lebenslagen! Farben nehme ich so natürlich wie vorher wahr. Über mein Sehen muss ich mir endlich keine Gedanken mehr machen.
Der Weg zu einem Liberty²-Augenzentrum
Professor Sauder, als Experte im Bereich der Korrektur der Alterssichtigkeit: Warum haben Sie Liberty² bei Herrn Dworschak implantiert?

Prof. Dr. Gangolf Sauder: Das System war ausschlaggebend. Es gibt immer wieder unzufriedene Patienten, die mit der multifokalen Kunstlinse nicht zurechtkommen. Ihnen konnte ich bis dato in der Zweitversorgung nichts Adäquates anbieten - außer, die Linse zu entfernen und eine neue zu implantieren. Diese war meist nur noch für die Ferne. Liberty² gibt mir die Möglichkeit, den Patienten maximal flexibel und individuell zu versorgen. Durch die Kombination zweier Linsen kann ich auf unterschiedliche Augenmesswerte individuell reagieren und meine Patienten nachhaltig zufriedenstellen.

Welche Patienten versorgen Sie in Ihrer Klinik mit Liberty²?

Prof. Dr. Gangolf Sauder: Wir haben - neben Patienten mit der Diagnose "grauer Star" - Patienten mit sehr starker Fehlsichtigkeit, die sich Liberty² bereits mit unter 30 Jahren implantieren lassen. Der Großteil ist aber zwischen 45 und 60 Jahre alt, steht mitten im Arbeitsleben und hat einen großen Teil des Lebens noch vor sich. Diese Patienten fragen explizit nach einer Lösung für ihre Alterssichtigkeit. Ihre Ansprüche an das Sehen sind hoch, und mit der Zeit können sie sich ändern. Warum dann mit einer fixen Optik versorgen? Die AddOn-Linse gibt mir die Möglichkeit, bei Bedarf unproblematisch nachzujustieren und auf individuelle Wünsche einzugehen.