Brustreduktion Wo kann ich eine Brustreduktion professionell durchführen lassen?

© SENO MVZ zur operativen Behandlung der Brust GmbH
Eine große Brust gilt seit jeher als weibliches Schönheitsideal. Sie kann aber auch zur Last werden und das alltägliche Leben beeinträchtigen. Betroffene Frauen, bei denen der Leidensdruck zu groß wird, sollten eine operative Brustreduktion in Erwägung ziehen.

Wenn die Brust zur Last wird

Prof. Dr. med. Christoph Heitmann in der Seno MVZ Praxis in München
Viele Frauen mit großen Brüsten haben Schmerzen oder Verspannungen an Rücken, Nacken und Schultern. Auch damit einhergehende Kopfschmerzen sind keine Seltenheit. Viele betroffene Frauen klagen zudem im Sommer über eine starke Transpiration in der Unterbrustfalte. Sportarten wie Joggen sind kaum möglich, da hier ebenfalls starke Rückenschmerzen auftreten können. Das Gleiche gilt in alltäglichen Situationen, beispielsweise wenn der Bus noch schnell erreicht und die Brüste beim Laufen festgehalten werden müssen.

Früher war es üblich, dass sich Frauen aufgrund der Meinung ihres Partners zurücknahmen. Wenn der Ehemann einen großen Busen für schön befand und kein Verständnis für die Probleme der Frau aufbringen konnte, verzichteten viele Patientinnen auf einen Eingriff. Prof. Dr. med. Christoph Heitmann arbeitet seit mehr als 25 Jahren als Brustchirurg. Er sagt: "Am Körper durfte man nichts verändern. Große Brüste galten als schön und gut. Selbst wenn der Rücken schmerzte, trugen die Frauen lieber zwei BHs übereinander, um die schwere Last zu tragen."

Heutzutage ist es keine Seltenheit mehr, dass sich Frauen für eine Brustreduktion entscheiden. Während das Problem großer Busen früher einfach hingenommen wurde oder werden musste, weil der Partner keine Veränderung akzeptierte, seien Frauen heute insgesamt viel selbstbewusster geworden, so Prof. Dr. med. Heitmann, der als Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie in München arbeitet.

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Neues Selbstbewusstsein bei Frauen

Eine Brustreduktion hat eine nicht zu unterschätzende Veränderung des gesamten Körperbildes, der Haltung und der Möglichkeiten, sich zu kleiden, zur Folge. Die Frauen haben danach mehr Spaß an Sport und Bewegung sowie ein neues, positives Lebens- und Körpergefühl. Neben den physischen Aspekten wirkt sich das Thema auch psychisch aus. Während Frauen mit großen Brüsten oft unangenehmen Blicken ausgesetzt sind, kann durch einen operativen Eingriff der Fokus von der Brust genommen werden.

Auch wenn eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse abgelehnt wird, sind viele Frauen entschlossen eine Brustreduktion durchführen zu lassen. Das ist ein Trend, der auch durch die aktuelle Statistik der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) untermauert wird. Diese belegt, dass die Brustverkleinerung 2019 und 2020 zu den fünf häufigsten ästhetisch-plastischen Eingriffen bei Frauen zählte.

Ablauf der Brustreduktion in München

Dr. med. Irene Richter-Heine in der Seno MVZ Praxis in München
Prof. Dr. med. Christoph Heitmann setzt bei einer anstehenden Brustreduktion in seiner Münchener Praxis zunächst auf eine entsprechende Vorbereitung mit mehreren Terminen. Hierbei wird zunächst umfassend aufgeklärt und die gewünschte Brustgröße festgelegt. Schließlich soll die Mammareduktionsplastik, wie der Mediziner die operative Verkleinerung bezeichnet, gut überlegt sein. Sind alle Fragen beantwortet und eventuelle Ängste aus dem Weg geräumt, dauert die eigentliche OP zwischen zwei und drei Stunden. Dafür wird die Patientin an ein bis zwei Tagen stationär betreut. Im Anschluss muss vier Wochen lang ein Spezial-BH getragen werden.

Bei dem Eingriff wird überflüssiges Haut- und Drüsengewebe mit einem Skalpell entfernt und die Brust durch das Zusammenziehen des verbleibenden Hautmantels wie eine Skulptur modelliert. Die Brustwarze wird mitsamt dem umgebenden Gewebe in die neue Position rotiert, wodurch die Sensibilität der Brustwarzen und in den meisten Fällen auch die Stillfähigkeit erhalten bleiben. Für Letzteres gibt es allerdings keine Garantie. Ebenso normal wie Schwellungen und Blutergüsse als Begleiterscheinungen der OP ist eine T-förmige Narbe um den Brustwarzenhof herum, im Stegbereich und in der Unterbrustfalte. Diese muss regelmäßig massiert werden, damit sie nicht wulstig wird. Später verblassen die Narben in der Regel. In seltenen Fällen kann es zu Infektionen des Wundgebietes oder Wundheilungsstörungen im Narbenbereich kommen.