Burnout nachhaltig behandeln Warum es wichtig ist, Burnout nachhaltig zu behandeln

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Das "Burnout-Syndrom" hat in den letzten 20 Jahren sowohl in der Arbeitswelt als auch im medizinischen Versorgungssystem zunehmend an Bedeutung gewonnen. Immer mehr Menschen fühlen sich in ihrem Berufsleben erschöpft oder ausgebrannt. Die Gründe dafür können vielfältig sein und es bedarf einer sorgfältigen medizinischen Einschätzung und gegebenenfalls gezielten Behandlung. In jedem Fall sollte ein Burnout-Syndrom ernst genommen und nachhaltig behandelt werden – eine Fachklinik für Psychosomatik bietet Burnout-Kranken ein heilsames Umfeld und individuelle Therapieangebote.

Nimmt die Zahl der Burnout-Kranken stetig zu?

Das Burnout-Syndrom wurde ursprünglich beschrieben als ein "Ausgebranntsein" infolge einer hochengagierten, aber dann überlastenden Arbeit, bevorzugt bei in sozialen Berufen tätigen Menschen. Heute weiß man, dass es auch viele andere Berufsfelder betreffen kann und mit dem Zusammentreffen von Arbeitsdruck, Zeitdruck, psychischer Belastung und hohem Selbstanspruch verknüpft ist. Bis heute wird in Fachkreisen darüber diskutiert, ob das Burnout-Syndrom eine eigenständige Krankheit ist. Unstrittig ist aber, dass die genannten Belastungen dazu führen, dass eine zunehmende Zahl von Menschen dadurch erkrankt und spezifischer Hilfe bedarf.

Viel Gründe dafür sind bekannt: Die gesellschaftlichen Transformationsprozesse der vergangenen Jahrzehnte und damit einhergehend die Entwicklung hin zu mehr Individualisierung und Anonymisierung, haben dazu geführt, dass die Welt sich nicht nur gefühlt weit schneller dreht als noch vor wenigen Jahren, sondern es auch schwieriger geworden ist, als Einzelperson die Übersicht und Orientierung zu bewahren. Globalisierung, Rationalisierung und Digitalisierung bringen neue An- und Herausforderungen mit sich. Die Arbeitswelt wird stetig komplexer, und in der Folge wird Mitarbeiter*innen verschiedenster Branchen immer mehr abverlangt: Die Arbeitskräfte von heute müssen Expert*innen auf verschiedenen Gebieten sein, dazu mobil, flexibel und anpassungsfähig. Sie sollen bereitwillig Überstunden machen und auf plötzliche Veränderungen stets adäquat reagieren. Neben der schieren Überbeanspruchung besteht dabei die Gefahr, dass sie ihr Selbstwertgefühl unmittelbar an den Grad ihrer Leistungsfähigkeit koppeln. So ist es wenig verwunderlich, dass diese Strukturen bei vielen ein Gefühl von Unsicherheit, Überforderung und Entfremdung hervorrufen. Auch die Frage nach dem Sinn beginnt in vielen Beschäftigten zu arbeiten. Schließlich können all diese Stressoren – von ständigem Leistungsdruck über mangelnde Anerkennung bis hin zu kleiner werdenden Handlungsspielräumen – psychische, physische und soziale Probleme nach sich ziehen, die je nach individueller Verfassung und dem Grad der persönlichen Resilienz in Stärke und Form variieren. Es kommt zu Energie- und Kraftlosigkeit, emotionaler Erschöpfung, körperlichen Beschwerden, Nachlassen der Leistungsfähigkeit. Wem es schwerfällt, Grenzen zu setzen, auch mal "Nein" zu sagen und sich bei Bedarf Hilfe zu suchen, der oder die trägt auch ein erhöhtes Risiko, zu erkranken, so u. a. auch an einem Burnout-Syndrom.

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Warum man Burnout nachhaltig behandeln sollte

Auch wenn der Begriff "Burnout" teils immer noch als Modererscheinung abgetan wird, hat er sehr dazu verholfen, dass betroffene Menschen und auch die Gesellschaft insgesamt die verursachende Problematik ernster nimmt. Er hat zu einer wichtigen Sensibilisierung für den Zusammenhang beruflicher Belastungen und psychischer Erkrankung beigetragen. Die Betroffenen müssen sich mit ihrer Erkrankung nicht verstecken, sich nicht mehr als "selbst schuld" oder als Versager erleben. Die Hemmschwelle, sich Hilfe zu suchen ist gesunken und sie haben Anspruch darauf. Ein Burnout-Syndrom muss nachhaltig behandelt werden, häufig am besten in einer psychosomatischen Klinik. Ein gefragter Anlaufpunkt für Patient*innen mit Burnout-Diagnose ist die Fachklinik Sonneneck im baden-württembergischen Badenweiler, einem anerkannten Heilbad, das idyllisch zwischen Oberrheingraben und Schwarzwald gelegen ist – schon räumlicher Abstand zur Alltagswelt und eine naturnahe, ruhige Umgebung sind hilfreich und unterstützen die Erkrankten dabei, sich auf sich selbst und ihre Genesung konzentrieren zu können.

Die Patient*innen der Fachklinik für Psychosomatik, Psychotherapie und Psychiatrie können mit einem breiten Angebot an psychotherapeutischen, anthroposophischen, achtsamkeitsbasierten und weiteren Therapieformen behandelt werden, die auf den Erkenntnissen der modernen Schulmedizin und der Stressforschung basieren und für den maximalen Erfolg exakt auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Patienten maßgeschneidert werden. Die Behandlung erfolgt ganzheitlich auf leiblicher, seelischer und geistiger Ebene.

Auf drei Ebenen zur vollständigen Genesung

Auf der leiblichen Ebene gilt es, die Lebensenergie und insbesondere die vegetativen Prozesse, die durch das Burnout-Syndrom funktional beeinträchtigt sind, wiederherzustellen. Das geschieht durch spezielle Körper- und Bewegungstherapien sowie Achtsamkeitsübungen, durch die die Patient*innen nicht nur wieder zu Kräften kommen, sondern auch langfristig lernen, auf sich und ihren Körper zu hören.

Auf seelischer/emotionaler Ebene geht es darum, wieder mit der eigenen Gefühlswelt in Kontakt zu kommen, wieder positive Emotionen zu entwickeln und die eigene Kreativität zurückzuerlangen sowie auszuleben. Hier spielen etwa die Kunsttherapien oder die Tanztherapie eine große Rolle, in denen man unter anderem entdecken kann, wie viel Freude es macht, auch ohne dezidierten äußeren Zweck schöpferisch tätig zu sein.

Die geistige/kognitive Ebene vervollständigt die nachhaltige Behandlung des Burnout-Syndroms: In der Gesprächspsychotherapie setzen sich die Patient*innen in Einzelgesprächen und gegebenenfalls Gruppensitzungen mit ihren eigenen Lebensthemen, ihrer Haltung zu sich selbst und ihrer Umwelt und zugrundliegenden Denkmustern auseinander, um den inneren Ursachen für ihre Erkrankung auf die Spur zu kommen und das Veränderungspotential für die Modifizierung von Denk- und Verhaltensweisen zu entdecken. Hier haben auch die Sinnfragen ihren Platz.

Alle Patient*innen werden gleichermaßen ernst genommen und mit ihren Bedürfnissen und Zielen ganzheitlich begleitet.