CMD Hannover Viele Symptome, ein Ursprung: Die Craniomandibuläre Dysfunktion

© Dr. Amir CMD-Centrum
Bei Schmerzen am Rücken, im Becken oder sogar den Beinen kommt einem als Ursache zunächst nicht direkt das Kiefergelenk in den Sinn. Doch genau diese Fehlstellung der beweglichen Verbindung zwischen Unterkiefer und dem übrigen Schädel prägt das Krankheitsbild der Craniomandibulären Dysfunktion (CMD). Was die Diagnose so besonders macht, sind nicht nur die kiefergelenknahen Beschwerden wie das typische Kieferknacken, Kieferschmerzen oder eine eingeschränkte Mundöffnung. Viel eher sind es die kiefergelenkfernen Beschwerden, die neben Kopfschmerzen, Sehstörungen und Tinnitus auch Symptome in allen anderen Körperregionen hervorrufen können. So kann ein starker Rückbiss beispielsweise zu einer Kopfvorhaltung führen, was die Position der Wirbelsäule verändert und damit Einfluss auf die unteren funktionellen Einheiten wie den Beckenbereich hat. Da die CMD als Ursache für viele Leiden noch weitestgehend unbekannt in der Gesellschaft ist, fragen sich die schätzungsweise sieben Millionen Betroffenen allein in Deutschland zu Recht, welchen Arzt sie mit ihren stark variierenden Beschwerden aufsuchen sollen.

Die richtige Diagnosestellung war lange Zeit sehr schwierig

In interdisziplinärer Zusammenarbeit zur richtigen Diagnose
Zahnarzt Dr. Alireza Amir Sayfadini aus Hannover möchte genau an diesem Punkt Abhilfe schaffen. Gemeinsam mit Kollegen unterschiedlicher Fachrichtungen wie der Neurologie oder HNO-Heilkunde erstellt er im renommierten International Neuroscience Institute (INI) Hannover individuelle Therapieansätze. Die Diagnostik und Behandlung wandert dabei immer auf der Grenze zwischen Medizin und Zahnmedizin, denn eine zahnmedizinische Ursache kann bei CMD zu einem umfassenden medizinischen Problem führen. "Wir erleben jeden Tag, was es bedeutet, einen jahrelangen Leidensweg unter CMD zu durchleben", berichtet
Dr. Amir aus seinem Praxisalltag. "Wir erfahren, mit welchen einschneidenden Beschwerden die Patienten zurechtkommen müssen, bis endlich die richtige Diagnose gestellt ist."

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Patienten mussten früher zahlreiche Hürden nehmen

Die Therapiemöglichkeiten sind so vielseitig wie die CMD selbst
Den Weg in das spezialisierte Dr. Amir CMD-Centrum finden oft Betroffene, die schon eine jahrelange Odyssee von Arzt zu Arzt hinter sich haben. So litt Patientin Katrin* (Name geändert) lange Zeit an Problemen an der Halswirbelsäule. Mit zunehmenden Schmerzen an Nacken und Schultern wandte sie sich zunächst an den naheliegenden Orthopäden. Weder Physiotherapie noch Akupunktur konnten etwas bewirken, weshalb sie an einen Neurochirurgen überwiesen wurde. Dieser leitete OPs in die Wege, bei denen der Patientin ein künstliches Gelenk sowie Abstandshalter zwischen die Wirbel gesetzt wurden.

Auch wenn die Schmerzen vorübergehend gelindert werden konnten, setzten kurze Zeit später starker Schwankschwindel, Sehstörungen und ein akuter Hörsturz ein. Dass es sich hierbei um CMD-Symptome handelt, war zu dem Zeitpunkt weder der Patientin noch den Ärzten bewusst. Von da an ging es von einem Facharzt zum anderen, sogar ein Psychologe wurde hinzugezogen − nichts half. Erst eine Physiotherapeutin bemerkte beiläufig, dass etwas mit dem Kiefer nicht in Ordnung zu sein scheint, denn Katrin* verspürte nur Linderung in Ruhephasen, ohne Sprechen oder Kauen. Ein Kieferorthopäde stellte daraufhin eine Diskusverlagerung am linken Kiefergelenk fest. Denn ähnlich wie in der Wirbelsäule kann auch der Kiefer einen Bandscheibenvorfall erleiden. Die Muskeln der Kieferpartie waren bei Katrin* stark verhärtet, was wiederum Einfluss auf die Kleinstversorgung der Nerven zum Hirn hatte.

So erklärten sich dann auch die Sehstörungen und der Schwankschwindel. Heute ist sich die Patientin außerdem sicher, dass auch ihre früheren Knie-OPs am Meniskus mit der unbemerkten CMD zusammenhängen könnten. Wenn sich am Kiefer oder an der Halswirbelsäule etwas gravierend verschiebt, kann es eben auch in den umliegenden Regionen zu Verlagerungen kommen.

Nach dieser Diagnose, auf die Katrin* jahrelang warten musste, führte sie ihr Weg ins Dr. Amir CMD-Centrum in Hannover. Hier wurde ihr Kiefer detailliert vermessen und der zu tiefe Biss mithilfe einer individuell angefertigten Zahnschiene therapiert. Schon nach wenigen Tagen konnte sie von ersten positiven Veränderungen in ihrem Wohlbefinden berichten. Ihre Lebensqualität verbessert sich kontinuierlich und ist kein Vergleich mehr zu früher. "Ich habe auf dem Weg so viele Stationen mitnehmen müssen, dass ich wirklich Akten fülle", sagt Katrin* rückblickend über ihren Leidensweg. "Ich glaube, dass so mancher Patient, der vielleicht nicht diesen Kampfgeist hat, schon aufgegeben hätte. Aber ich bin immer drangeblieben und kann nur jedem empfehlen, unzufriedenstellende Diagnosen nicht immer einfach so hinzunehmen, sondern weiter zu suchen, bis man den passenden Spezialisten gefunden hat."

Wer ist der erste Ansprechpartner bei einer CMD in Hannover?

CMD-Experte Dr. Alireza Amir Sayfadini
Neben Katrins* Geschichte berichtet das Dr. Amir CMD-Centrum auf dessen Website und Social-Media-Kanälen über weitere interessante Fälle und Patientengeschichten. Diese zeigen immer wieder, wie komplex das Krankheitsbild bei CMD sein kann. Dr. Amir Sayfadini möchte damit bei potenziell Betroffenen ebenso wie behandelnden Ärzten ein stärkeres Bewusstsein für die unbekannte Volkskrankheit schaffen. Außerdem sieht der Experte die vorbeugende CMD-Prophylaxe zukünftig in einer bedeutenden Rolle für die Welt der Medizin im Allgemeinen. Durch sie können viele andere mögliche Krankheiten und Beschwerden verhindert werden, wenn Warnzeichen wie Kiefergelenkschmerzen oder -knacken nicht ignoriert, sondern ernst genommen werden. Durch eine manuelle oder instrumentelle Funktionsanalyse kann ein spezialisierter Zahnarzt dann rechtzeitig die notwendige Diagnostik mit entsprechender CMD-Therapie einleiten und die Ursachen für Beschwerden aller Art an ihrem Ursprung behandeln.