Costa Rica Natur Costa Rica: Warum die Natur des Landes unvergleichlich ist

© Costa Rica Tourism Board // Nationalpark Manuel Antonio
Kaum ein Land verfügt über eine so große Vielfalt wie Costa Rica. Die Natur des zentralamerikanischen Landes ist Heimat unzähliger Tiere und Pflanzenarten und lockt Jahr für Jahre zahlreiche Tier- und Naturliebhaber an. Warum sich eine Reise lohnt, zeigt dieser Artikel.

Kleines Land, beeindruckende Vielfalt

Mit einer Fläche von 51.000 Quadratkilometern ist Costa Rica in etwa so groß wie die Schweiz. Und doch beheimatet das zentralamerikanische Land mehr als fünf Prozent der gesamten Tier- und Pflanzenarten der Erde. Diese beeindruckende Vielfalt spiegelt sich auch in der abwechslungsreichen Landschaft Costa Ricas wider.

Der Name des Landes bedeutet übersetzt so viel wie "reiche Küste" – und das aus gutem Grund. Denn aufgrund der Lage zwischen zwei Meeren – dem Pazifik im Osten und dem Karibischen Ozean im Westen – findet sich allein an den Küsten eine Vielzahl spektakulärer Orte. Tropische Sandstrände, einsame Buchten, beeindruckende Felsformationen und Korallenriffe sorgen nicht nur für Entspannung, sondern laden auch zum Entdecken ein. Nur wenige Kilometer davon entfernt zeigt sich das Land im Inneren von einer ganz anderen Seite. Hier bieten die vielen Trocken- und Regenwälder, dichte Mangrovensümpfe sowie mystische Nebelberge eine Abwechslung, bei der sowohl Naturliebhaber als auch abenteuerlustige Urlauber voll auf ihre Kosten kommen. In 30 Nationalparks sowie zahlreichen Naturschutzgebieten und Reservaten treffen Besucher auf Papageien, Affen, Faultiere, Frösche sowie Meeresschildkröten und über 900 Vogelarten. Übrigens: Insgesamt machen die Schutzgebiete rund 25 Prozent der geografischen Fläche des Landes aus – ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie die Arten- und Pflanzenvielfalt des Planeten gesichert werden kann.

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Costa Rica verspricht beeindruckende Naturphänomene in der Nebensaison

Natürlich kommt es nicht von ungefähr, dass Costa Rica über so eine große Artenvielfalt verfügt. Vor allem aufgrund der geografischen Lage im Herzen Mittelamerikas fühlen sich viele tierische Bewohner das ganze Jahr über in dem Land wohl. Die Brücke zwischen nördlicher und südlicher Hemisphäre sorgt jedoch dafür, dass der Lebenszyklus einiger Tierarten durch die Jahreszeit bestimmt wird. Gerade in der Nebensaison zwischen April und Oktober gibt es in Costa Rica daher einige besondere Naturphänomene zu beobachten. Dazu gehören Wale, Schildkröten und die Wiederankunft der Vögel aus dem Süden.

Walsaison zwischen Juli und Oktober


Costa Rica hat sich zu einem idealen Ort für Walbeobachtungen entwickelt. Quepos, eine Stadt an der zentralen Pazifikküste Costa Ricas, ist nicht nur das Tor zum Nationalpark Manuel Antonio, sondern auch einer der besten strategischen Punkte, um Gruppen von Buckelwalen aus der Antarktis zu beobachten, die während der Brutzeit auf der Suche nach wärmeren Gewässern in tropische Breiten kommen. Einer der internationalen Anlaufstellen für die Beobachtung dieses Naturschauspiels ist auch der Nationalpark Marino Ballena, eine Autostunde entlang der Küste von Quepos entfernt.

Buckelwale aus der nördlichen Hemisphäre besuchen Costa Rica von Dezember bis April.

Schildkrötenbeobachtung: Ein weiteres Highlight für Naturfreunde


Die geografische Lage Costa Ricas begünstigt die Ankunft von Schildkröten das ganze Jahr über. Von den sieben Meeresarten, die es weltweit gibt, sind in Costa Rica insgesamt fünf Arten beheimatet, die ihre Eier im Land des reinen Lebens ablegen.

Die Oliv-Bastard-Schildkröte ist die einzige Schildkrötenart, die in Massen und synchron nistet, ein Phänomen, das als Arribadas bekannt ist. Es gibt neun Orte auf der Welt, an denen dieses Naturereignis stattfindet. Das Ostional National Wildlife Refuge in Guanacaste ist eines der Gebiete, in denen dieses Phänomen am häufigsten auftritt.

Die Ankunft der Schildkröten zur Eiablage an dem Ort, an dem sie vor Jahrzehnten geboren wurden, ist ein echtes Naturschauspiel. Die "arribadas" werden normalerweise mit den Mondphasen des abnehmenden Viertels in Verbindung gebracht, aber man sollte nicht aus den Augen verlieren, dass es sich um ein natürliches Phänomen handelt, das daher nicht vorhersehbar ist. Nach der Eiablage im Sand kehren die Weibchen frühmorgens ins Meer zurück, und bei jedem Ausflug legen die Oliv-Ridley-Schildkröten durchschnittlich 105 Eier. Darüber hinaus versammeln sich von Januar bis Juli zwischen 10.000 und 20.000 Schildkröten für drei Tage im Monat, während von August bis Dezember die Zahl der Schildkröten auf etwa 200.000 ansteigt und die Dauer der Arribada fünf oder sechs Nächte betragen kann.

Auch die grüne Schildkröte ist eine der auffälligsten Arten, die in Costa Rica vorkommen. Nachdem die Lederschildkröte in den Monaten zwischen Februar und August nistet, übernimmt die grüne Schildkröte in den ersten Junitagen das Zepter. Vom Frühsommer bis Mitte Oktober ist der Torutugero-Nationalpark in der Provinz Limón der ideale Ort, um die Nist- und Brutplätze dieser gefährdeten Art zu beobachten.

Vogelmigration im Frühling


Neben Schildkröten und Walen zieht es auch die Vögel zur Reproduktion in die Natur Costa Ricas. Mit mehr als 900 einheimischen Vogelarten, darunter sieben endemische Arten, ist Costa Rica auch ein Paradies für Vogelbeobachter und Ornithologen. In der Vogelzugsaison kommen schätzungsweise 220 Arten von Zugvögeln ins Land, vor allem nearktische (202 Arten), die im Herbst von Nordamerika nach Südamerika ziehen (August bis Dezember) und im Frühjahr wieder nach Nordamerika zurückkehren (Februar bis Mai).

Costa Ricas Natur hautnah erleben: Alle Informationen zur Reiseplanung online

Wenn jetzt jemand Lust bekommt, noch Costa Rica zu reisen und die Natur des Landes aus nächster Nähe zu erleben, ist das nur nachvollziehbar. Wie so häufig gilt jedoch: Damit die Reise den eigenen Vorstellungen entspricht, sollten sich Urlauber vorab gut informieren. Auf der Website Visit Costa Rica hält das zentralamerikanische Land vielfältige Informationen für potenzielle Besucher aus der DACH-Region bereit.

Auf der Website finden sich nicht nur weitere Informationen zu den Nationalparks und der Natur des Landes, auch die formellen Fragen, die sich Urlauber vor der Reise stellen sollten, werden geklärt. So finden sich auf dem Portal nicht nur Details zu den Einreisebestimmungen, sondern auch zum Wechselkurs, den akzeptierten Zahlungsmitteln und möglichen Reiseversicherungen. Zusätzlich können sich Urlauber mit vorgeschlagenen Attraktionen und Reisezielen schon einmal auf das Land einstimmen. Je nach der Art des Urlaubs, egal ob das Abenteuer, die Entspannung oder die Natur im Fokus stehen, werden auf der Website zudem verschiedene Reiserouten vorgeschlagen.