Deutsche Edelfisch Nachhaltige Fischzucht dank Aquakultur - die DEUTSCHE EDELFISCH baut Kreislaufanlagen für Zander

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Wie werden sich die Milliarden von Menschen auf dieser Welt zukünftig ernähren? Wie auch immer die Antwort auf diese Frage ausfallen sollte, tierisches Protein wird dabei unverzichtbar sein. Es enthält alle benötigten essenziellen Aminosäuren und besitzt daher eine höhere biologische Wertigkeit als pflanzliches Protein. Doch wie schafft man es, tierisches Protein auf die Teller zu bringen und dabei nachhaltig und ethisch vertretbar zu handeln? Die DEUTSCHE EDELFISCH hat dafür eine Lösung gefunden.

Die Nachfrage nach Fisch steigt

Teuer und begehrt: der Edelfisch Zander
Ein Blick auf die Massentierhaltung von Rindern, Hühnern und Kühen offenbart allzu häufig ein trauriges Bild. Da bei der Massentierhaltung das Grundwasser mit Nitrat belastet wird, leidet auch die Umwelt. Hinzu kommt der flächendeckende Einsatz von Medikamenten und Antibiotika, der zu einer Zunahme von antibiotikaresistenten Keimen geführt hat, die mittlerweile auch für den Menschen eine Bedrohung darstellen. Doch tierisches Protein kann auch aus einer nachhaltigen Quelle kommen - nämlich Fisch. Im Gegensatz zu Hühnern, Schweinen und Rindern müssen sie nicht erst das Vielfache ihres eigenen Körpergewichts fressen, bis sie schlachtreif sind, sondern essen nur so viel, wie sie später auch selbst wiegen. Als Fischfutter dienen dabei Soja, Weizen sowie Fischreste aus Beifang.

In den vergangenen Jahren ist die Nachfrage nach Fisch kontinuierlich gewachsen - und mit ihr auch die Aquakultur, die heute das am stärksten wachsende Segment der Lebensmittelbranche ist. Die Aquakultur in Teichanlagen ist in Sachen Nachhaltigkeit allerdings kein Vorzeigemodell, da sich das dabei entstehende verschmutzte Wasser nicht so einfach reinigen lässt. Dies hat unter anderem zur Folge gehabt, dass mittlerweile keine neuen Wasserrechte mehr vergeben werden. Die marine Aquakultur steht mit ihren schwimmenden Netzgehegen auch in der Kritik von Umweltverbänden, da bei dieser Zuchtform das Wasser durch Fischgülle verschmutzt wird und zudem Antibiotika zum Einsatz kommen.

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Die DEUTSCHE EDELFISCH macht die Zanderzucht in Kreislaufanlagen möglich

Es gibt aber eine nachhaltige Möglichkeit, Aquakultur zu betreiben - in Kreislaufanlagen an Land. Einige Lachszüchter nutzen diese Methode bereits, die Firma DEUTSCHE EDELFISCH geht jedoch einen anderen Weg: Sie baut in Mecklenburg-Vorpommern derzeit die erste große Kreislaufanlage für den begehrten Edelfisch Zander. Dabei wird sauberes, schadstofffreies Wasser immer wieder in einem Kreislauf gereinigt und wiederverwendet. Eine wichtige Rolle spielen zudem Bioreaktoren, die das von den Fischen ausgeatmete Ammonium mithilfe von Mikroorganismen neutralisieren. Dies garantiert die Bioqualität der Fische und macht den Einsatz von Pestiziden, Chemikalien und Antibiotika nicht nur überflüssig, er ist sogar systembedingt ausgeschlossen.

Die Zanderzucht ist zudem ein rentables Geschäft, das zusätzlich mit EU-Subventionen von bis zu 49 Prozent unterstützt wird. Das lässt viele Investoren aufhorchen und freut natürlich auch den Geschäftsführer Hans Acksteiner: "Das Geschäftsmodell rentiert sich selbstverständlich auch ohne Subventionen. Aber wenn es uns angeboten wird, nehmen wir es gern!"

Ein Standortvorteil, der sich bezahlt macht

Die Reinigungstechnik der DEUTSCHE EDELFISCH GmbH im Einsatz
Dass sich die DEUTSCHE EDELFISCH dazu entschieden hat, gerade in Mecklenburg-Vorpommern zu investieren, ist kein Zufall, schließlich ist die Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei in Mecklenburg-Vorpommern in der Erforschung der Zanderzucht weltweit führend. Dieses Know-how ist gerade beim Zander entscheidend, denn der Edelfisch gilt als besonders anspruchsvoll. Um ihm den optimalen Lebensraum zu bieten, müssen pH-Wert, Sauerstoffgehalt, Futter, Wassertemperatur und Wasserqualität deshalb genau stimmen. Keine einfache Aufgabe, die sich dank der Sachkompetenz der Zanderzüchter und einer ausgereiften und praxiserprobten Technik jedoch bewältigen lässt.

Die Zukunftspläne der DEUTSCHE EDELFISCH DEG GmbH sind durchaus ambitioniert - pro Jahr will das Unternehmen 700 Tonnen Zander produzieren. Da für ein Zanderfilet derzeit fast 50 Euro verlangt werden, winken den Investoren deshalb satte Gewinne. Dass dies durch einen möglichen Preisverfall wie beim Lachs geschmälert werden könnte, bereitet Hans Acksteiner allerdings keine Sorgen: "Zander ist viel komplizierter als Lachs oder Karpfen. Wir machen das seit zehn Jahren, unser Vorsprung in der Zanderzucht ist uneinholbar". Eine gute Nachricht für alle, die früh in diese Zukunftstechnologie investieren. Aber auch eine gute Nachricht für die Umwelt, denn "auch grüne Technologien müssen Geld verdienen", wie der Geschäftsführer der DEUTSCHE EDELFISCH bemerkt.