Digitalisierung im Handwerk Digitalisierung im Handwerk - weil's ohne Zettel leichter geht

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Wer ist wann auf der Baustelle? Wer hat wie lange gearbeitet? Habe ich alle Informationen und stimmt die Kalkulation? Die Antworten auf diese Fragen finden Handwerker, wenn überhaupt, auf Zetteln und oft unvollständig ausgefüllten Formularen. Ob man richtig kalkuliert hat, steht in den Sternen; Leistungen im Streitfall oder bei einer Reklamation zu belegen, fällt schwer. Die gute Nachricht: Es gibt eine hervorragende Lösung. Und die ist digital.

Komplett digital - jederzeit abrufbar

Ein Smartphone oder einen Tablet PC hat heute jeder Polier - und auch die meisten Arbeiter nutzen privat digitale Werkzeuge. Warum nicht auch auf der Baustelle? Digitale Werkzeuge machen Schluss mit lückenhaften Dokumentationen und unvollständigen Arbeitsnachweisen. Wer die entsprechenden Rechte hat, kann die Baustelle auf Smartphone oder Tablet aufrufen und alle nötigen Daten eingeben. Die Applikation leitet die Informationen - Internetzugang vorausgesetzt - sofort sicher und geschützt in eine digitale "Cloud" weiter. Im Büro greifen die Mitarbeiter über ein Webportal auf die Daten zu und können sie weiterbearbeiten. Das spart Zeit, Kosten und Ärger auf der Baustelle und im Büro. Denn hier werden Projektverwaltung und -abrechnung einfacher. Da die Daten in der Regel in Echtzeit im Büro ankommen, kann man von dort jederzeit überprüfen, was auf der Baustelle passiert und Leistungen nachweisen. Wenn es auf der Baustelle keinen Internetzugang gibt, werden die Daten lokal zwischengespeichert und sofort automatisch übertragen, wenn wieder ein Netz verfügbar ist. Im Büro bietet ein Webportal eine einfache Möglichkeit, die Daten weiterzubearbeiten.

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Digitalisierung? Leichter als man denkt

Gerade kleinere Unternehmen schrecken oft vor digitalen Produkten zurück, scheinen die doch auf den ersten Blick teuer, kompliziert und irgendwie "unheimlich". Dabei ist genau das Gegenteil der Fall. Die Digitalisierung im Handwerk ermöglicht gerade KMU den leichten Einstieg in die Industrie 4.0. Ressourcenschonend und nachhaltig werden alle Daten zuverlässig erfasst. Neben Texten, Mengen und Zeiten können die Nutzer auch Fotos integrieren und damit Rückfragen oder Leistungen visualisieren. Per Chat- oder Mailfunktion kann man Probleme auf kurzem Weg klären. Die Kommunikation wird gespeichert und ist damit als Dokumentation verfügbar. Auch beim Erfassen der Arbeitszeiten hilft das Smartphone: Der Mitarbeiter dokumentiert Arbeits-, Fahrt- und Pausenzeiten mit wenigen Klicks.

Der BauButler - Baustellen gehen digital

Eine neue App für diese Erfassungen und Auswertungen heißt BauButler und wird von der ambigus GmbH angeboten. Mit dem BauButler ist die Digitalisierung im Handwerk kein Hexenwerk. Ohne aufwändige Einarbeitung können Projekte angelegt, Daten erfasst und alle Vorgänge auf der Baustelle dokumentiert werden. Eine Chatfunktion ist integriert, Fotos und Aufmaß können erstellt und versendet werden. Das Webportal erlaubt die Vorplanung von Baustellen und Mitarbeitereinsätzen sowie die Auswertung von Arbeitsstunden und Mitarbeiterberichten. Der BauButler lässt sich leicht in die bereits bestehende IT-Struktur integrieren, die Kommunikation erfolgt über eine flexible Programmierschnittstelle.