Gewicht zunehmen Gewicht zunehmen und Ernährungsdefizite ausgleichen: Wie Trinknahrung dabei helfen kann

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Mangelernährung und Gewichtsverlust können zwar altersunabhängig auftreten, meist sind es allerdings ältere Menschen, die darunter leiden. Die Gründe sind vielfältig, häufig ist es den Betroffenen aufgrund körperlicher oder psychischer Beschwerden schlicht nicht möglich, feste Nahrung in ausreichender Menge zu sich zu nehmen. Wer sich vor den Folgen von Mangelernährung schützen und Gewicht zunehmen möchte, kann seine natürliche Nahrungszufuhr mit medizinischer Trinknahrung ergänzen.

Gerade bei älteren Menschen ist die ungewollte Gewichtsabnahme keine Seltenheit

Angehörige sollten Betroffene bei der Nährstoffzufuhr unterstützen. Denn auch Einsamkeit kann ein Grund für Appetitlosigkeit sein
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Bei Mangelernährung unterscheiden die Mediziner zwischen einer Fehlernährung und einer Unterernährung. Von Unterernährung spricht man, wenn eine Person schlicht zu wenig isst, eine Fehlernährung liegt dann vor, wenn ein Mensch zwar ausreichend Nahrung zu sich nimmt, diese aber nicht die benötigte Menge an Nährstoffen enthält. Die Gründe für eine Mangelernährung können sich von Person zu Person unterscheiden, hier können zum Beispiel ein falsch zusammengestellter Speiseplan oder eine Erkrankung, die Einnahme von Medikamenten oder ein Ernährungsverhalten, das sich altersbedingt ändert, genannt werden. Ältere Menschen stellen, was Mangelernährung angeht, tatsächlich aus vielerlei Gründen eine Risikogruppe dar. Wenn der Einkauf im Supermarkt aufgrund körperlicher Beschwerden zur Herausforderung wird und auch die Zubereitung von Speisen nicht mehr so leicht fällt wie früher, ist Mangelernährung häufig die Folge. Beschwerden beim Kauen oder Schlucken, eine allgemeine Antriebslosigkeit, Demenz oder gar Depressionen und Einsamkeit, die nicht selten mit dem Tod des Partners zusammenhängen, sind weitere Gründe.

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Auf die Warnsignale achten!

Für eine gesunde Gewichtszunahme ist die ausgewogene Aufnahme aller Nährstoffe im richtigen Verhältnis wichtig
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Häufig wird die Mangelernährung nicht einmal als solche erkannt, da etwa Müdigkeit oder ein voranschreitender Gewichtsverlust als ganz normale Folgen des Alterns abgetan werden. Dies führt dazu, dass Einschränkungen oder Leiden, die durchaus vermeidbar wären, als natürlich hingenommen werden. Auch können die Symptome einer Unterversorgung des Körpers mit Nährstoffen oder Nahrung unterschiedlich sein, was eine genaue Einordnung zusätzlich erschwert. Häufig ist es die Kleidung, die plötzlich viel lockerer sitzt als früher, Fehlernährung erkennt man zudem oft an Haarausfall, Entzündungen im Mundraum oder einer schnell einsetzenden Erschöpfung und Müdigkeit. Werden solche Warnzeichen ignoriert, können die langfristigen Folgen verheerend sein und von Organstörungen bis hin zu einem stark beeinträchtigten Immunsystem reichen.

Mit Trinknahrung Gewicht zunehmen und den Nährstoffmangel ausgleichen

Wer nachhaltig zunehmen möchte, sollte sich vom Hausarzt oder einem Ernährungsberater einen individuellen Ernährungsplan erstellen lassen
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Wer sich vor Mangelernährung schützen und Gewicht zunehmen möchte, es aber aufgrund von altersbedingten Beschwerden oder Erkrankungen nicht schafft, kann seine normale Nahrungszufuhr mit medizinischer Trinknahrung effektiv ergänzen und so auch in schwierigen Zeiten Defizite bei der Ernährung auszugleichen. Eine solche Trinknahrung ist hochkalorisch und enthält viele wichtige Nährstoffe wie Eiweiß, Mineralstoffe und Vitamine. Neben der genauen Zusammensetzung kann sich Trinknahrung auch im Geschmack und in der Konsistenz unterscheiden; so fällt es etwa Menschen mit Schluckbeschwerden viel leichter, dickflüssige Trinknahrung zu sich zu nehmen als dünnflüssige.

Ob Trinknahrung im individuellen Fall sinnvoll ist und welche Zusammensetzung der Nährstoffe die Defizite auszugleichen hilft, sollten die Betroffenen allerdings zunächst mit ihrem Hausarzt oder einem Ernährungsberater abklären. Auch hat der Gesetzgeber die Nährstoffzusammensetzung von Trinknahrung für medizinische Zwecke in der Diätverordnung und der aktuell gültigen Arzneimittelrichtlinie genau geregelt. Sofern im Falle einer Unterversorgung keine andere Maßnahme infrage kommt, übernimmt die Krankenkasse die Kosten.