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Idiopathische Lungenfibrose

Immer häufiger "atemlos": Idiopathische Lungenfibrose

Für Patienten, die an einer idiopathischen Lungenfibrose (IPF) leiden, wird das Atmen in gewisser Weise zum Kampf gegen sich selbst: Vernarbungen des Lungengewebes erschweren die Sauerstoffaufnahme und schädigen damit den gesamten Körper. IPF ist nicht heilbar. Mit geeigneten Therapiemaßnahmen lässt sich die Krankheit aber aufhalten.

Gesundheit & Sport

Ursachen und Anzeichen der idiopathischen Lungenfibrose

Ein Verlust an körperlicher Fitness, Kurzatmigkeit und Husten belastet viele ältere Menschen. Dabei handelt es sich nicht immer um eine harmlose Begleiterscheinung des Älterwerdens. Manchmal kann auch eine Erkrankung die Ursache sein. Eine mögliche Krankheit, die mit den genannten Symptomen einhergeht, ist die Idiopathische Lungenfibrose (IPF). Dabei vernarbt das Lungengewebe zunehmend und Betroffene versterben ohne Therapie innerhalb weniger Jahre.

Obwohl bei einer Idiopathischen Lungenfibrose die Ursachen noch nicht genau benannt werden können, gibt es bekannte Risikofaktoren. Diese sind Rauchen, ein hohes Lebensalter, Belastung der Atemluft, Virusinfektionen, Reflux-Erkrankungen und eine erbliche Vorbelastung. Ältere Menschen, die Probleme mit der Atmung haben, sollten in jedem Fall einen Arzt aufsuchen.

Je eher, desto besser - Fortschreiten der IPF aufhalten

Die IPF ist eine "progrediente" Erkrankung, sprich: Die Zerstörung des Lungengewebes schreitet kontinuierlich voran und ist nicht heilbar. Der Verlauf kann jedoch verlangsamt werden. Es ist daher für Patienten wichtig, direkt nach Diagnosestellung mit einer geeigneten Therapie zu beginnen.

Zum Einsatz kommen dabei zwei unterschiedliche antifibrotische IPF-Medikamente. Bei fortgeschrittenem Stadium der Erkrankung benötigen Betroffene oftmals eine Sauerstoff-Therapie. In welchem Umfang Sauerstoff angewendet wird und welche Arzneimittel geeignet sind, sollte individuell festgelegt werden. Eine echte Heilung der IPF kann nur eine Lungentransplantation ermöglichen.

Medizinische Therapie und Leben mit der idiopathischen Lungenfibrose

Auch der Patient kann aktiv dazu beitragen, seine Gesundheit zu erhalten. Es handelt sich dabei um mulitfaktorielle Maßnahmen, die unter dem Begriff pulmonale Rehabilitation zusammengefasst werden. Neben einer Anpassung des Lebensstils vor allem in den Bereichen Sport und Ernährung können auch Physiotherapeuten oder Ärzte einbezogen werde. Dadurch soll eine Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen und der Erhalt von Leistungsfähigkeit erreicht und das Risiko für Exazerbationen verringert werden.

Eine weitere Unterstützung für Patienten bieten der Austausch in Selbsthilfegruppen oder auch die App "IPF-Talk", die als Vorbereitung auf das Arzt-Patienten-Gespräch genutzt werden kann.

Die Diagnose "Idiopathische Lungenfibrose" ist für Betroffene und Angehörige anfangs schwer zu fassen: Die Krankheit ist unheilbar und schreitet immer weiter fort. Mit geeigneten Therapiemaßnahmen lässt sich die IPF aber verlangsamen. Je früher die Krankheit erkannt wird, desto eher können die wirkungsvollen Therapiemaßnahmen eingeleitet werden.

 
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