Insolvenz Irland Wenn die Insolvenz droht, kann Irland eine Lösung sein

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Die europäische Gesetzgebung reagiert sehr unterschiedlich auf Fälle von Insolvenz. Irland zum Beispiel hat das kürzeste Insolvenzverfahren innerhalb der Europäischen Union und zugleich das rechtssicherste. Erfahrene Juristen beraten Schuldner, diese abweichende Rechtsauslegung zu nutzen und in überschaubaren Zeiträumen, kostengünstig und legal wieder schuldenfrei und vollkommen handlungsfähig zu werden.

Unterschiedliche Rechtsauslegung in der EU bietet Chance für Schuldner

Das Recht der Europäischen Union gestattet es ihren Staatsbürgern, bei übergroßer Schuldenlast auch in einem anderen Mitgliedsstaat der EU Insolvenz anzumelden. Somit ist nicht mehr das Insolvenzrecht des Heimatlandes anzuwenden. Da innerhalb der EU-Staaten unterschiedliche juristische Bestimmungen gelten, kann für Schuldner dadurch eine vorteilhaftere Situation eintreten.

So ist es für Bürger in Deutschland zum Beispiel interessant zu wissen, dass einige Staaten eine deutlich kürzere Verfahrensdauer bis zur Restschuldbefreiung anbieten. Gläubiger verlieren dabei schneller das Recht an ihren Forderungen und können sie nicht mehr mittels einer Zwangsvollstreckung oder Kontopfändung geltend machen. Nach Abschluss des Insolvenzverfahrens ist der Betroffene ganz offiziell schuldenfrei, Wirtschaftsauskunfteien wie die Schufa müssen alle negativen Einträge vollständig löschen.

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Was tun bei drohender Insolvenz? Irland ist auch in diesem Fall einen Besuch wert

Ein Insolvenzverfahren nach irischem Recht ist mit einer Dauer von nur zwölf Monaten das kürzeste innerhalb der Europäischen Union und zugleich das rechtssicherste. Es zielt auf die schnelle und vollständige Liquidierung aller Schulden ab. Selbst Forderungen aus Straftaten sowie Steuerschulden, die in anderen EU-Ländern von der Restschuldbefreiung ausgeschlossen sind, können in Irland im Rahmen eines solchen Verfahrens legal, kostengünstig und schnell aus der Welt geschafft werden. Wichtig zu wissen: Die Rechtslage zur Privatinsolvenz in Irland wird durch den Austritt Großbritanniens aus der EU nicht beeinträchtigt.

Im Vergleich mit den meisten anderen EU-Staaten liegen die Gebühren für die Beantragung des Insolvenzverfahrens in Irland recht günstig bei 200 Euro. Dank des Unkompliziertheit des irischen Verfahrens entfällt eine aufwendige Beweisführung, wodurch Kosten für die Übersetzung etwa der Schuldtitel und Rechnungen ebenfalls entfallen und sich dadurch weiteres Geld sparen lässt. Im Gegensatz dazu sind die Hürden für Gläubiger, insbesondere die Kosten, in Irland sehr hoch, sodass sich ihre Beteiligung an einem Insolvenzverfahren nicht lohnt - ein weiterer Vorteil für den Schuldner.

Erfahrene Juristen begleiten die Entschuldung

Nichtsdestotrotz gibt es für die erfolgreiche Entschuldung einiges zu beachten. Die Kanzlei Rieger & Partner ist ein Kollegium aus erfahrenen Wirtschafts- und Steuerberatern sowie Juristen, die sich auf die Durchführung von EU-Insolvenzen spezialisiert haben, unter anderem auch in Irland.

Nach einem kostenfreien und vertraulichen Erstgespräch zur Erörterung der Situation des Schuldners sieht der Ablauf einer Privatinsolvenz in Irland weitere wichtige Schritte vor: Im Vorfeld des Verfahrens muss nach europäischem Recht der Lebensmittelpunkt (COMI: Center of main interest) des Schuldners in Irland nachvollziehbar sein. Dazu gehört die Anmeldung bei Behörden, Krankenkassen, Energie- und Telefonunternehmen, die Unterzeichnung eines Mietvertrages, die Anmeldung als Selbstständiger, die Eröffnung eines Kontos und einiges mehr.

Das Verfahren selbst bereiten die fließend Deutsch sprechenden Mitarbeiter der Kanzlei Rieger & Partner vor und übernehmen die Erstellung und Einreichung der Klage auf Insolvenz, sie vertreten den Schuldner vor Gericht und sorgen nach dem Urteil dafür, dass nach der in Irland nur einjährigen "Wohlverhaltensphase" die automatisch erteilte Restschuldbefreiung auch im Heimatstaat Deutschland eingetragen wird. Der Schuldner kann sich nun wieder frei am Markt betätigen.