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Karsten Neugebauer

Karsten Neugebauer: Mutige Entscheidung im Kampf gegen Corona

Karsten Neugebauer ist Mitgründer und CEO des jungen Technologieunternehmens G2K mit Sitz in München und Berlin. Mit seinem Team realisierte er in der Vergangenheit KI-Lösungen für komplexe Situationen wie die Erkennung bestimmter menschlicher Handlungen. Als jedoch die Corona-Pandemie um sich griff, traf er die weitreichende Entscheidung, seine Technologien für den Einsatz gegen Corona umzurüsten. Das Ergebnis könnte zu einem großen Erfolg werden.

Computer & Digital

Karsten Neugebauer: Mit digitalen Lösungen gegen Corona

Studium der Wirtschaftswissenschaften, Consultant in einer führender Managementberatung, Topmanager in einem Hochtechnologieunternehmen: Dies ist die Kurzfassung des Lebenslaufs von Karsten Neugebauer, der im Jahr 2012 die CAELUM Group gründete. Später wurde das Unternehmen in die G2K Group umfirmiert. Das Team startete mit zehn Personen, heute sind es rund 150 Mitarbeiter an mehreren deutschen Standorten. Die von seinem Unternehmen entwickelten KI-Lösungen sind unter anderem in der Lage, Objekte in Sperrzonen am Flughafen zu erkennen. Ein Algorithmus unterscheidet hierbei, ob es sich um Laub, ein Tier oder einen Mensch handelt – und ob der Mensch die Befugnis dazu hat. Ebenso können die Systeme beispielsweise vollautomatisch bestimmte Handlungen wie Handgemenge in Echtzeit erkennen und daraufhin die Security alarmieren oder eine Durchsage auslösen.

Karsten Neugebauer ist es wichtig, Corona mit Innovationen entgegenzutreten. Er vertritt aber auch die Auffassung, dass vorhandene digitale Lösungen hierbei nicht aus dem Blick verloren werden dürfen. Dies gilt auch für die Technologien seiner G2K Group, die er innerhalb kürzester Zeit zur "Corona Software Suite" umbauen ließ.

In drei Wochen zum fertigen Produkt

Nur drei Wochen nach der gewagten Entscheidung von Karsten Neugebauer war die "COVID Control Suite" fertig und einsatzbereit. Diese überaus schnelle Umsetzung war nur möglich, da sämtliche Komponenten auf den bereits ausgereiften und bewährten Technologien der G2K Group beruhen, die bereits heute in großen Smart-City-Projekten weltweit im Einsatz sind. Basierend auf dem Know-How, das Neugebauers Team bei diesen umfangreichen Digitalisierungsprojekten für ganze Städte aufgebaut hat, wurden die bestehenden Softwarebausteine genutzt, um umgehend effektive Lösungen für die Eindämmung der aktuellen Pandemie bereitzustellen. Für die "Covid Control Suite vernetzt Neugebauer nun unter anderem Wärmebildkameras mit seiner KI-Plattform. Auf diese Weise werden Personen erkannt, deren Körpertemperatur über den Normalwerten liegt. Dies erfolgt sehr präzise, innerhalb von Sekundenbruchteilen und funktioniert auch bei großen Menschenansammlungen.

Kritik von Datenschützern zurückgewiesen

In einer Klinik der Helios-Gruppe wird das System bereits eingesetzt. Gescannt werden Mitarbeiter, Patienten und auch Lieferanten in den Eingangsbereichen des Gebäudes. Laut Karsten Neugebauer zeigt die Erfahrung, dass es sich bei den meisten Personen mit erhöhter Temperatur tatsächlich um Corona-Infizierte handelt. Bereits in der ersten Woche konnten mit dem Ansatz mehrere Verdachtsfälle identifiziert und isoliert werden. Denkbar ist es durchaus, die Technologie an vielen weiteren neuralgischen Punkten anzuwenden – etwa an Flughäfen, Bahnhöfen, in Einkaufszentren oder auch auf Veranstaltungen.

Kritik von Datenschützern weist Karsten Neugebauer klar zurück. Seine KI-Lösungen würden keine Personen identifizieren, sondern lediglich verschlüsselte Daten sammeln, um im Zweifelsfall schnell reagieren zu können.

"Early detection, early response" – so lautet die Maßgabe, unter denen die G2K-Lösungen entwickelt werden, seit jeher. Im Kontext der weltweiten COVID-19-Pandemie erhält diese Prämisse jedoch eine nochmals höhere Relevanz. Gleiches gilt demnach für die intelligenten Software-Lösungen, mit denen Karsten Neugebauer und sein Team eine wirksame Methode zur Eindämmung des Virus geschaffen haben. Nun ist es an den Ländern und Ministerien, verstärkt auf Optionen dieser Art zu setzen.

 
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