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Lungenkrebstherapie

Lungenkrebs ist nicht gleich Lungenkrebs

Moderne Krebstherapien gehen nicht mehr von dem Ansatz aus, immer automatisch die gleiche Behandlungsmethode zu ergreifen. Man setzt heutzutage auf die Therapien, die gezielt auf den exakten Tumortyp abgestimmt sind und die beste Aussicht haben, die jeweilige Krebsart möglichst effektiv zu behandeln.

Medizin

Wissenschaftler haben festgestellt, dass sich Krebszellen durch bestimmte Eigenschaften von gesunden Zellen unterscheiden. Aber auch von Patient zu Patient gibt es Unterschiede, denn Lungenkrebs ist nicht gleich Lungenkrebs. Dementsprechend ist es wichtig zu prüfen, ob der Tumor bestimmte Eigenschaften aufweist, die die Auswahl der Therapie beeinflussen. Diese Eigenschaften sind als sogenannte Biomarker bekannt. Sie liefern wertvolle Informationen über die genaue Art der Krebserkrankung und lassen sich anhand eines sogenannten tumorbiologischen Tests bestimmen. Das Ergebnis eines tumorbiologischen Tests entscheidet darüber, ob ein Medikament eingesetzt werden kann, das besonders gut gegen eine spezielle Krebsart wirkt. Das Ziel dieser Vorgehensweise ist es dementsprechend, das Wachstum der Krebszellen zu stoppen oder diese abzutöten. Die Wahl der bestmöglichen medikamentösen Therapie auf Grundlage tumorbiologischer Testergebnisse bezeichnet man auch als "personalisierte Medizin".

Von der Diagnose bis zur Therapie

Zuerst wird festgestellt, ob es sich bei der Erkrankung tatsächlich um Lungenkrebs handelt, und die genaue Ausbreitung des Tumors bestimmt. Im Anschluss kann dann die Entscheidung getroffen werden, ob Medikamente zur Krebsbehandlung zum Einsatz kommen sollen und dementsprechend ein tumorbiologischer Test durchzuführen ist. Der Test ist für Pathologen Routine und erfolgt meist innerhalb von wenigen Tagen. Er muss allerdings zunächst von dem behandelnden Arzt beauftragt werden. Es empfiehlt sich für Patienten in jedem Fall, ihren Arzt aktiv darauf anzusprechen. Für den Test kann in der Regel Tumorgewebe verwendet werden, das im Rahmen der Diagnose bereits mittels einer sogenannten Biopsie entnommen wurde. Die Proben können bei guter Lagerung auch verwendet werden, wenn die Biopsie schon einige Zeit zurückliegt. Ein zusätzlicher Eingriff ist also meist nicht nötig.

Es gibt viele unterschiedliche Biomarker, auf die Patienten getestet werden können. Je nachdem, was getestet werden soll, wird die Probe von einem Pathologen im Labor entweder mit einem "Färbetest" oder einem "Mutationstest" untersucht. In Abhängigkeit vom jeweiligen Test kann die Zeit bis zur Ergebnisfeststellung variieren. Der behandelnde Arzt wird seine Patienten diesbezüglich aufklären. Auf Grundlage des Ergebnisses wird dann das weitere therapeutische Vorgehen festgelegt.

Personalisierte Lungenkrebstherapie

Für die Behandlung von Lungenkrebs stehen seit einigen Jahren personalisierte Therapieansätze zur Verfügung, die die Prognose der Betroffenen deutlich verbessern. Abhängig von den tumorbiologischen Testergebnissen kann einer von drei grundsätzlichen Behandlungspfaden eingeschlagen werden:

• eine zielgerichtete Therapie mit einem sogenannten "Tyrosinkinase-Inhibitor" (TKI), der Wachstumssignale in den Krebszellen blockiert.
• eine Immuntherapie, die das eigene Immunsystem gegen die Krebszellen mobilisiert.
• eine Chemotherapie, die schnell wachsende Zellen abtötet und damit die Krebszellen am härtesten trifft.

Bei jedem dieser drei Pfade kann zwischen verschiedenen Medikamenten gewählt werden, wobei wiederum die beim Test ermittelten Biomarker von
ausschlaggebender Bedeutung sind.

Weitere Informationen zum Test finden Patienten auf der Website teste-deinen-lungenkrebs.de - jetzt informieren!

Zur Vorbereitung des Arztbesuches gibt es hier auch eine Checkliste mit allen wichtigen Fragen zum Thema "Test bei Lungenkrebs" - damit in der Aufregung kein wichtiges Detail unter den Tisch fällt.

Weitere Informationen rund um das Thema Lungenkrebs bietet die Informationsplattform lungenkrebs.de.

Freigabenummer: DE-23034/19

 
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