Marvin Steinberg Marvin Steinberg - wie der Marketingprofi zum Problemlöser in der Coronakrise wurde

© Marvin (ganz links) und Aaron Steinberg (ganz rechts) beliefern auch Feuerwehren mit Schutzmasken
Virologen raten bereits seit Beginn der Corona-Krise dazu, im öffentlichen Raum eine Maske zu tragen, um vor allem andere vor einer Ansteckung mit COVID-19 zu schützen. Seit dem 27. April ist das Tragen einer Schutzmaske in ganz Deutschland beim Einkaufen und der Nutzung des ÖPNV Pflicht. Für medizinisches Personal sowie Mitarbeiter in anderen systemrelevanten Bereichen sind Atemschutzmasken besonders wichtig, da sie direkten Kontakt mit Infizierten haben. Hier sind Masken des Typs FFP2 und FFP3 gefragt, die auch dem Träger selbst einen hohen Schutz vor einer Ansteckung bieten. Gerade diese sind jedoch seit Monaten Mangelware und werden meist zu überhöhten Preisen angeboten. Der Unternehmer Marvin Steinberg will zur Lösung dieses Problems beitragen und hat zusammen mit seinem Bruder Aaron ein Unternehmen gegründet, das Krankenhäuser, Arztpraxen und Co. während der Corona-Krise zuverlässig mit Atemschutzmasken zu fairen Preisen versorgt.

Bundesregierung kann den riesigen Bedarf an Atemschutzmasken bisher nicht decken

Aaron und Marvin Steinberg
Im Vergleich zu normalen Stoffmasken sind hochwertige FFP2- und FFP3-Masken mit einem speziellen Filter ausgestattet, der 94 Prozent aller Viren aus der Atemluft herausfiltert. Eine zusätzliche Anreicherung des Materials mit Kupferoxid erhöht den Schutzfaktor, da dieser Stoff Bakterien und Viren aktiv abtötet. Die Produktion solcher Atemschutzmasken unterliegt hohen Qualitätsstandards und kann deshalb nur durch spezialisierte Hersteller erfolgen. Behelfsproduktionsstätten, die derzeit in Deutschland und vielen anderen Ländern entstehen, können diese Anforderungen in so kurzer Zeit meist nicht erfüllen. Das hat weltweit zu einem Versorgungsengpass geführt, der sich noch verstärken wird, da nicht absehbar ist, wie lange die Krise noch anhalten wird. Allein in Deutschland werden laut Wirtschaftsminister Peter Altmaier in den nächsten Monaten mehrere Milliarden Schutzmasken benötigt.

Auch die Preise für Atemschutzmasken sind seit Beginn der Corona-Krise in die Höhe geschnellt. Während eine FFP2-Maske vor Corona noch etwa 50 Cent kostete, wird diese mittlerweile zu Preisen im zweistelligen Eurobereich angeboten.

Hinzu kommen Betrüger, die die Not von Krankenhäusern und Pflegeheimen ausnutzen und ihnen Masken verkaufen, die sich als nutzlos erweisen, oder erst ihr Geld verlangen, dann aber nicht liefern.

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Marvin Steinberg nutz internationale Kontakte für die Beschaffung von Atemschutzmasken

Zuverlässige Versorgung mit Schutzmasken
Um dieser Probleme Herr zu werden, hat die Bundesregierung ein eigenes Verfahren entwickelt. Sie kauft Masken und andere Schutzbekleidung zentral und zu festen Preisen an, sofern ein Hersteller mindestens 25.000 Masken oder Kittel in guter Qualität liefern kann. Diese werden dann über die Bundesländer und die Kassenärztlichen Vereinigungen verteilt. Die Methode zeigt bisher jedoch nur mäßigen Erfolg. Sie sei zu kompliziert und die Verteilung funktioniere nicht, sagen Kritiker.

Umso wichtiger ist es, dass es Menschen wie Marvin Steinberg gibt, die in Eigeninitiative zur Lösung des Masken-Problems beitragen. Der Unternehmer, der eigentlich eine Marketingfirma in Mainz leitet, hat seit einiger Zeit einen direkten Draht zu einem Maskenhersteller in China und kam so auf die Idee, zusammen mit seinem Bruder Aaron die Bettersafe GmbH zu gründen, um eine zuverlässige Versorgung mit Atemschutzmasken sicherzustellen. Laut eigener Aussage holen Marvin Steinberg und sein Bruder zusammen mit Helfern in der Woche zwischen 50.000 und 200.000 Masken an den Flughäfen in Frankfurt und Köln ab. Darunter befinden sich auch die so dringend benötigten FFP2- und FFP3-Masken. Bei Bedarf könne sein Kontakt in China auch noch mehr Schutzmasken von anderen Herstellern vor Ort besorgen, so Marvin Steinberg.

Die gelieferten Masken verfügen alle über eine CE-Kennzeichnung und eine EN-Nummer, deren Qualität wird aber nur visuell überprüft. Zahlreiche Kunden der Bettersafe GmbH, zu denen neben Krankenhäusern und Altenheimen auch Apotheken, Friseure und Taxiunternehmen gehören, geben jedoch positive Rückmeldungen, was für eine hohe Qualität der Masken spricht.

Der soziale Aspekt steht im Vordergrund

Bettersafe hat kürzlich 2.000 Schutzmasken an die Gemeinde Altdorf gespendet
Der Antrieb, ein Unternehmen zur Atemschutzmaskenversorgung zu gründen, hatte weniger finanzielle, sondern vielmehr soziale Aspekte. Aaron Steinberg ist gelernter Heilerziehungspfleger und kann sich in die Lage des medizinischen Personals deshalb gut hineinversetzen. Mit dem Unternehmergeist und den internationalen Kontakten seines Bruders Marvin Steinberg konnte die Idee schnell in die Tat umgesetzt werden. Dass es den beiden Unternehmern nicht in erster Linie um Profit geht, zeigen die fairen Preise, zu denen Bettersafe die Atemschutzmasken weiterverkauft. So sind Einweg-OP-Masken im Schnitt für 99 Cent pro Stück erhältlich, abhängig von der Mengenabnahme, und FFP2-Masken kosten zwischen 4,00 und 5,50 Euro. Da es in der Krise wichtig sei, dass alle zusammenhalten, so Marvin Steinberg, spende die Bettersafe GmbH regelmäßig einen Teil der Masken. Vor Kurzem konnte sich die Gemeinde Altdorf über 2.000 gespendete Masken freuen. Bei jeder Bestellung über die Website Bettersafe24.de spendet das Unternehmen zudem eine Maske an hilfsbedürftige Einrichtungen. Hier können auch Endverbraucher die hochwertigen Atemschutzmasken bestellen und so ihre Familie vor COVID-19 schützen.