Medizinisches Cannabis Trotz medizinischem Cannabis eine positive MPU

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Generell ist die Straßenverkehrsordnung sehr klar in ihren Regeln: Wer unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen am Steuer sitzt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch seine Mitmenschen und muss daher mit empfindlicher Bestrafung rechnen. Bei Cannabis gibt es ähnlich wie bei Alkohol einen Grenzwert, den es nicht zu überschreiten gilt. Was aber, wenn es sich bei dem konsumierten Mittel um medizinisches Cannabis handelt? Und welche Verstöße können schließlich zu einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) führen?

Diskussion um Cannabis-Legalisierung in Deutschland

MPU-Vorbereitung Cannabis
Bereits seit vielen Jahren wird in Deutschland darüber gestritten und diskutiert, ob eine Legalisierung von Cannabis sinnvoll wäre. Die aktuelle Bundesregierung hat in ihrem Koalitionspapier festgelegt, die Abgabe von Cannabis auch für den reinen Genuss in vorher lizenzierten Geschäften einzuführen. Ob und in welcher Form das überhaupt umgesetzt wird, kann nach wie vor nicht beantwortet werden – das Thema steht nicht an erster Stelle.

Im Straßenverkehr gilt deshalb vorerst wie bei allen Drogen, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, auch für Cannabis ein klares Verbot. Durch die ständige Rechtsprechung wurde zwar ein allgemeiner Grenzwert von einem Nanogramm Tetrahydrocannabinol (THC) pro Milliliter im Blutserum festgelegt, sobald ein Fahrer allerdings als fahruntauglich eingestuft wird, sind auch geringere Mengen bereits als Ordnungswidrigkeit einzustufen. Wer erwischt wird, muss mit empfindlichen Geldstrafen, dem Entzug der Fahrerlaubnis und der Anordnung einer MPU rechnen.

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MPU wegen Medizinalcannabis
Seit 2017 können Ärzte auch in Deutschland offiziell Cannabisblüten als Medikament verschreiben. Besonders für Schmerzpatienten, aber auch bei Epilepsie, Angststörungen, dem Tourette-Syndrom sowie weiteren schweren Krankheiten weisen verschiedene Studien eine gute Wirksamkeit von Cannabis nach. Im Gegensatz zu opioidhaltigen Präparaten halten sich die Nebenwirkungen von Marihuana bei erwachsenen Personen in Grenzen, wodurch es eine vergleichsweise günstige und risikoarme Alternative zu vielen Schmerzmitteln darstellt. Außerdem gibt es bereits einige Hinweise darauf, dass es Patienten gibt, die zwar nicht auf konventionelle Therapeutika ansprechen, denen medizinisches Cannabis aber Linderung verspricht.

Im Straßenverkehr stellt sich für Personen, denen der Konsum ärztlich verordnet wurde, oft die Frage, ob sie bei einer Kontrolle Probleme bekommen würden – vorausgesetzt, die Grunderkrankung lässt eine sichere Teilnahme überhaupt zu. Wer sich dann allerdings genau an die verschriebene Menge und Zubereitung hält, der kann beruhigt sein: Das sogenannte Medikamentenprivileg ist explizit im Straßenverkehrsgesetz festgehalten und schließt auch medizinisches Cannabis mit ein. Wird der Grenzwert nur überschritten, weil sich nachweislich an die Anweisungen des Arztes gehalten wurde, droht keine Sanktion.

Bei der Polizeikontrolle erwischt – wie geht es jetzt weiter?

Anders sieht es nur dann aus, wenn jemand aufgrund von auffälliger Fahrweise oder einer offensichtlichen Fahruntauglichkeit aus dem Verkehr gezogen wird. In diesem Fall ist unerheblich, ob es sich um medizinisches Cannabis handelt und der Fahrer macht sich strafbar. Neben einer empfindlichen Geldstrafe und dem Entzug des Führerscheins kann es in diesen Fällen auch zur Anordnung einer Drogen-MPU kommen.

Die Firma ON Deutschland GmbH bietet in diesem Fall eine ausführliche Beratung und Vorbereitung auf die intensive Untersuchung an. Durch Gespräche mit ausgebildeten Psychologen, ausführliche Trainingsmaterialien, einen vorherigen Reaktionstest und individuelle Ansprechpartner ist sich das bundesweit tätige Unternehmen aus Plauen seiner Leistung so sicher, dass der volle Preis nur bei bestandener MPU bezahlt werden muss.