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Musterfeststellungsklage

Der VW-Diesel-Skandal und die Musterfeststellungsklage: Experten raten zur Einzelklage

Am 30. September kommt es am Oberlandesgericht Braunschweig zum ersten Verhandlungstag von der Musterfeststellungsklage. Sie soll die Frage klären, ob und in welcher Form ein Schadensersatz von VW zu leisten ist.

Recht & Steuern

Experten raten zum Ausstieg aus der Musterfeststellungsklage

Allerdings steht der Erfolg dieser Musterklage noch in den Sternen. Experten der GDR Legal Intelligence, die sich der Digitalisierung von Rechtsdienstleistungen verschrieben haben, raten dringend zum Ausstieg aus der Musterfeststellungsklage.

"Die Musterfeststellungsklage entwickelt sich allmählich zu einer Odyssee mit geringen Erfolgsaussichten", sagt Rechtsanwalt Philipp J. Caba, Projektleiter im Team Diesel bei Gansel Rechtsanwälte. Denn drei wesentliche Faktoren könnten ein Scheitern des Verfahrens einläuten:

• Der Standort des zuständigen Oberlandesgerichts

Volkswagen ist tief in der Stadtgeschichte Braunschweigs verwurzelt und stellt in der Region einen großen Anteil der Arbeitsplätze. Auch vertritt das OLG Braunschweig die Auffassung, dass Fahrzeughalter mit illegaler Abschalteinrichtung keine Schadensersatzansprüche gegen VW besäßen. Andere Gerichte sehen dies anders, doch das Oberlandesgericht Braunschweig hält daran fest.

• Das Folgeverfahren

Auch wenn die Musterfeststellungsklage zugunsten der Verbraucher entschieden werden sollte, müssen die Betroffenen nochmals individuell vorgehen, um einen tatsächlichen Schadensersatz zu erhalten. Die Musterklage klärt lediglich, "ob ein grundsätzlicher Schadensersatzanspruch besteht", so Caba.

• Der jahrelange Prozess

Je länger sich das Verfahren zieht, desto weniger Schadensersatz ist in Aussicht. Denn das Auto verliert über die Jahre an Wert und "ein Feststellungsurteil vom Oberlandesgericht Braunschweig wird frühstens nach sieben Jahren erwartet", schätzt Dr. Timo Gansel, Rechtsanwalt und Autor des Ratgebers "Erste Hilfe zur Musterfeststellungsklage".

Dass das Musterfeststellungsverfahren ein ähnlich schwerer Betrug an den deutschen Verbrauchern wie der Manipulationsskandal selbst ist, behaupten nun schon mehrere Anwälte.

Doch die Einzelklage bietet eine Lösung!

Mit einer Einzelklage kann Erfolg versprechender und wesentlich schneller ein Ergebnis erzielt werden, sagt die GDR Legal Intelligence mbH.

Die Kanzlei Gansel Rechtsanwälte stellt mehrere Möglichkeiten zum Schadensanspruch vor.

Wer betrogen wurde, aber sein Auto dennoch liebt und nicht hergeben möchte, für den können ein Schadensersatz und eine Nachrüstung der Hardware inklusive Mobilitätsgarantie gefordert werden. Der Schadensersatz besteht aus einer einmaligen Entschädigung von bis zu 20 Prozent des Kaufpreises.

Ist der Kläger bereit, sein Fahrzeug abzugeben, wird der Kaufpreis zuzüglich Zinsen und abzüglich eines Nutzungsbetrags der gefahrenen Kilometer zurückgefordert. Auch wenn das Fahrzeug bereits mit Verlust verkauft wurde, ist dies möglich.

Kostenloser Erfolgsrechner

Um einen Überblick über den zu erwartenden Schadensersatz-
anspruch und das Kostenrisiko für Betroffene zu geben, bietet das Unternehmen einen kostenlosen Erfolgsrechner auf seiner Website unter www.musterfeststellungsklage.de an.

Viele Geschädigte fürchten bei einer Einzelklage hohe Kosten. Aber dank der Rechtsschutzversicherungen und eines innovativen Online-Tools kann dieses Risiko der Kläger ohne Rechtsschutzversicherung erheblich gesenkt werden und eine umfassende Kosten-Transparenz für die Verbraucher bieten. Der Prozesskostenfinanzierer kann das Prozessrisiko bis zu 100 Prozent minimieren. Der Betroffene entscheidet selbst über seinen Einsatz und somit auch über seinen Risikoanteil.

So kann jeder eine Einzelklage anstreben und in bedeutend geringerer Zeit mit erheblich größerer Chance seinen Schadensersatz erhalten.

 
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