Preisfehler amazon Durch Preisfehler mit etwas Glück ein Riesen-Schnäppchen machen

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Die Markenkamera für 149 Euro statt für 549 Euro, der Geschirrspüler für 68 Euro statt für 367 Euro und ein Gewächshaus für 44 Euro statt für 3.499 Euro: Werden im Internet Produkte weit unter Marktwert angeboten, handelt es sich in der Regel um Preisfehler. Haben Kunden solche Preisfehler bei Amazon & Co. entdeckt und die Ware sofort bestellt, freuen sie sich über das Riesen-Schnäppchen. Doch schon kurz danach kann die große Enttäuschung folgen, weil der Kaufvertrag nicht zustande kommt. Denn Internethändler sind meist rechtlich nicht dazu verpflichtet, die Produkte zum angegebenen Preis auch zuliefern. Viele tun es dennoch aus Kulanz.

Was bedeuten Preisfehler bei Amazon & Co. für die Kunden?

Ein Mitarbeiter gibt einen falschen Preis ein oder im Buchungssystem spielt die Software verrückt und schon bieten Internethändler ihre Produkte zu einem viel zu niedrigen Preis an. Solche Preisfehler tauchen bei Amazon & Co. immer wieder auf und Kunden, die sie entdecken, freuen sich über das Schnäppchen. Wer jedoch der Meinung ist, dass ein Kaufvertrag schon deswegen zustande kommt, weil er auf die Schaltfläche "Jetzt kaufen" oder "Jetzt zahlungspflichtig bestellen" klickt, der irrt. Denn Internethändler verfahren beim Verkaufen nach dem Prinzip "invitato ad offerendum". Das heißt übersetzt "Einladung für ein Angebot" und bedeutet: Bestellt ein Kunde online einen Artikel, gibt er damit lediglich ein Kaufangebot für die Ware zu dem angegebenen Preis ab. Der Händler hat die Wahl, dieses Angebot anzunehmen oder abzulehnen. Dadurch wird verhindert, dass ihm aus (Tippfehler)-Pannen hohe finanzielle Schäden entstehen, weil sich zum Beispiel über Social Media die Nachricht vom Preisfehler blitzschnell verbreitet und der Shop über Nacht mit hohem Verlust leer gekauft wird.

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Der Kunde bekommt deshalb nach Absenden seiner Bestellung zwar vom Händler per E-Mail eine automatische Bestätigung, dass er das Angebot erhalten hat. Doch diese Bestellbestätigung führt noch nicht zum Vertragsschluss zwischen Händler und Kunden. Erst wenn der Kunde eine Versandbestätigung erhält oder der Artikel versendet wurde, ist ein Kaufvertrag besiegelt. Doch selbst nach dem Versand der Ware kann sich der Händler noch auf einen Eingabefehler oder eine Datenverarbeitungspanne berufen und laut BGB Paragraf 119 Abs. 1 den Vertrag anfechten und als unwirksam erklären. Nach einem Urteil des Landgerichts Berlin hat er zwei Wochen Zeit (Az. 4 O 293/04), um die Ware zurückzufordern.

Als Käufer darf man sich also bei herausragend günstigen Schnäppchen nie zu früh freuen. Dennoch sollte man sein Glück immer wieder versuchen, denn in vielen Fällen schicken Händler eine Stornierungs-Mail mit dem Hinweis, dass der Kunde die Ware zwar nicht zum ursprünglichen Spottpreis haben könne, aber aus Kulanz dennoch zu einem günstigen Preis.

Das Service-Portal Mein-deal.com informiert Schnäppchenjäger täglich über Preisfehler bei Amazon & Co.

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