HOME
Anzeige
Smart charging

Jederzeit Strom für Millionen E-Autos: Dank Smart Charging kommt das öffentliche Netz nicht an seine Kapazitätsgrenze

Das deutsche Stromnetz wird weiter gewohnt stabil funktionieren, wenn hierzulande Millionen Elektroautos geladen werden. Befürchtungen, das Netz könne dann kollabieren, sind unbegründet. Denn die Lösung heißt: Smart Charging.

Auto & Technik

Elektromobilität als Herausforderung für das Stromnetz

Mit der Einführung von massentauglichen E-Autos der deutschen Autohersteller stehen wir in diesem Jahr vor einem Aufschwung in der Elektromobilität. Insgesamt ist der Neuwagenverkauf zwar um rund 25 Prozent eingebrochen, die elektrisch angetriebenen Autos legten jedoch in der EU kräftig zu. Laut Daten des Herstellerverbands ACEA erzielten in Europa reine E-Autos im ersten Quartal 68,4 Prozent mehr Neuzulassungen (91.756 Stück), die Zahl der neuen Plug-in-Hybride wuchs um 161,7 Prozent auf 75.376 Einheiten. Auch die Zahl der elektrifizierten Firmenwagen liegt derzeit nach Angaben der DAT in ihrem Barometer schon bei vier Prozent und steigt ebenso stark an. Bald werden also viele Mitarbeiter mit ihren Plug-in-Hybriden und Elektroautos in der Firma und zu Hause laden wollen. Wenn nun also das exponentielle Wachstum der Elektroautos voll einsetzt - wird dann womöglich das Stromnetz überlastet? Was wäre, wenn alle derzeit zugelassenen Autos in Deutschland elektrisch fahren würden?

Strom aus erneuerbaren Energien fällt volatil an

Dazu eine Schätzung: Ein Elektroauto braucht im Schnitt pro Jahr 1.800 kWh (mit 15 kWh je hundert und durchschnittlich 12.000 Kilometer im Jahr). Die gesamte Flotte von 47,1 Millionen zugelassenen Autos 2019 hätte demnach 84,7 Terawattstunden im Jahr verbraucht. Am Gesamtstromverbrauch von 575 Terawattstunden im Jahr 2019 wäre dies ein Anteil von knapp 15 Prozent.

Das wäre dann vielleicht ein Problem für unser Stromnetz, doch bis Autos zu 100 Prozent elektrisch fahren - wenn sie es jemals tun -, wird sicher einige Zeit vergehen. Zeit, die wir übrigens auch in anderer Hinsicht brauchen, denn das Stromnetz wird gesetzlich reguliert immer mehr auf "grünen Strom" umgebaut. Strom aus Sonne und Wind fällt allerdings "volatil", also unregelmäßig an - nicht ganz unproblematisch für unser aktuelles Stromnetz.

Die eeFlatNeo – Smart Charging mit eeMobility

Hier helfen sich Stromnetz und Elektroautos gegenseitig aus. Letztere laden sich dann auf, wenn zu viel Strom zur Verfügung steht - beispielsweise in der Nacht. Das ist mit Smart Charging gemeint: Es hilft dem Elektrizitätswerk und dem Stromnetz, indem es Lastspitzen kappt, und der Fahrer lebt im Bewusstsein, auf diese Weise nicht nur zur Verkehrs-, sondern auch zur "echten" Energiewende beizutragen. Wenn ein Mitarbeiter abends sein elektrisches Firmenfahrzeug in seiner Garage abstellt und den Ladestecker einsteckt, beginnt ein intelligentes System nicht sofort mit dem Ladevorgang, sondern lädt es schrittweise in der Nacht. Bei diesem "intelligenten Laden" steuert der Betreiber die Ladevorgänge aller angeschlossenen Ladestationen. Die Kunden führender Ladedienstleister nutzen diese Hightech-Lösung bereits. Bei eeMobility aus München, einem technisch richtungsweisenden Vollservice-Anbieter für Ladeinfrastruktur, heißt das Produkt eeFlatNeo.

Und wenn der E-Auto-Fahrer einmal nach der Arbeit mit seinem Fahrzeug noch einen Abendtermin wahrnehmen will, drückt er den eigens dafür vorgesehenen Sofort-Ladeknopf. Die Batterie wird dann umgehend aufgeladen. Dieses System gewährleistet eine Anpassung der Energiebedarfskurve an die tatsächliche Erzeugung aus erneuerbaren Stromquellen. Auf diese Weise fördert es die Integration der regenerativen Energie in Deutschland und ermöglicht auch die Einbindung von mehr und mehr (volatilem) Grünstrom.

Künftig wird mit Smart Charging noch mehr möglich sein: Sehr preiswert angebotener überschüssiger Strom kann in Heimspeichern oder in den Batterien von E-Autos zwischengespeichert werden, um bei Bedarf wieder über das "intelligente Netz" (Smart Grid) an andere Endverbraucher wie Haushalte oder E-Fahrzeuge abgegeben zu werden. Die Abgabe des Stroms von der großen Autobatterie ins öffentliche Netz (Vehicle-to-Grid; V2G) wird alltägliche Praxis sein. Familien und Firmen beteiligen sich auf diese Weise an der dezentralen Stromversorgung und somit an einem gesellschaftlichen Paradigmenwechsel: einer kompletten Neujustierung der Energiesysteme.

 
stern distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten dieser Seite.