Smart factory Smart Factory: Neuer Konnektor vernetzt Produktionsdaten mit Microsoft Power Automate

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Weltweit ist die Digitalisierung von Fabriken im Gange. Bislang fehlte auf dem Weg zur Smart Factory jedoch eine wichtige Komponente: die einfache Nutzung von Apps, wie sie die Mitarbeiter aus dem privaten Umfeld kennen. Ein Anbieter aus Ravensburg hat nun einen Konnektor zu Microsoft Power Automate geschaffen, um diese Lücke zu schließen.

Beliebte Automatisierungslösung jetzt auch in der Fertigung einsetzbar

Mit Power Automate hat Microsoft eine Plattform für die Automatisierung wiederkehrender Aufgaben geschaffen. Sie beinhaltet insgesamt etwa 400 bekannte Apps - darunter beispielsweise Excel, Facebook, Outlook, Salesforce, Skype und Trello. Nun ist es erstmals möglich, diese Applikationen in das Tagesgeschäft von Fabrik-Teams zu bringen. Möglich macht dies die Lösung "FORCE Bridge". Es handelt sich hierbei um einen Konnektor, der vom Smart-Factory-Spezialisten FORCAM mit Sitz in Ravensburg entwickelt wurde.

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Wichtiger Schritt in Richtung Smart Factory

"FORCE Bridge" schlägt die Brücke zwischen den Produktionsdaten eines Fertigungsunternehmens und dem Microsoft-App-Ökosystem. Mitarbeiter können somit eine ganze Reihe bekannter und beliebter Apps nutzen, um ihre Aufgaben zu erledigen und zu automatisieren. "Der Konnektor sorgt dafür, dass Fabriktätigkeiten effizienter und risikoärmer gestaltet werden können", sagt Dr. Andrea Rösinger, Co-CEO von FORCAM. Technologische Heimat des neuen Konnektors ist FORCAM FORCE, das Kernprodukt des Anbieters. Es handelt sich hierbei um eine cloudbasierte, schlüsselfertige IIoT-Plattformlösung für Fertigungsbetriebe.

Zahlreiche Use Cases vorstellbar

Im Kontext der Smart Factory existieren zahlreiche Szenarien, in denen FORCE Bridge eingesetzt werden kann. Am besten wird dies anhand von konkreten Beispielen deutlich.

Szenario A: Ein Produktionsmitarbeiter stellt fest, dass das Material für den aktuellen Produktionsauftrag nicht ausreicht. Durch einen Klick an seinem Touch-Terminal kann er dank des Konnektors eine E-Mail, ein Online-Ticket (zum Beispiel JIRA) oder eine Microsoft-Teams-Nachricht an die Logistik schicken, um ein Ad-hoc-Meeting zu initiieren. Alle relevanten Informationen wie benötigtes Material, Auftrag, Maschine und Standort können dank des Konnektors in Echtzeit übermittelt werden. Dies spart Zeit und ermöglicht eine umgehende Reaktion.

Szenario B: Im laufenden Betrieb fällt eine Maschine aufgrund einer defekten Komponente aus. Es wird automatisiert ein Trello-Ticket für die Instandhaltung generiert. Ebenso werden die direkt betroffenen Personen benachrichtigt, um ein zielgerichtetes und schnelles Handeln zu ermöglichen. Auch in diesem Fall können die genauen Daten zum Hintergrund der Störung automatisch und in Echtzeit mitgegeben werden.