Top Arbeitgeber Arbeitgeber zeigen, was in ihnen steckt: Zertifizierung als Top Arbeitgeber (DIQP)

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Einen schlechten Ruf kann sich heute kein Arbeitgeber mehr leisten - sonst bleiben die Bewerber aus und auch die Fluktuation steigt. Um in Zeiten des Fachkräftemangels den Nachschub an qualifizierten Mitarbeitern zu sichern, sollten Unternehmen jede Gelegenheit nutzen, sich als "Top Arbeitgeber" zu präsentieren.

Arbeitgebersiegel "Top Arbeitgeber (DIQP)": Qualität wird transparent

Deutsches Institut für Qualitätsstandards und -prüfung e. V.
Bewerber legen heute mehr denn je Wert auf einen "guten" Arbeitgeber: Sie wünschen sich neben einer fairen Entlohnung auch einen respektvollen Umgang, flexible Arbeitszeiten oder eine familienfreundliche Atmosphäre. Das Arbeitgebersiegel "Top Arbeitgeber" des Deutschen Instituts für Qualitätsstandards und -prüfung e. V. (DIQP) zeigt an, wie zufrieden die dort beschäftigten Mitarbeiter mit ihrem Arbeitgeber sind. Die unabhängige Einrichtung hat damit ein transparentes Siegel geschaffen, das die Attraktivität von Arbeitgebern zum Ausdruck bringt. Die Bewertung als "Top Arbeitgeber" fußt auf drei Bausteinen:

Anonyme Mitarbeiterbefragung: Die Experten befragen die Mitarbeiter anonym dazu, wie zufrieden sie mit ihrem Arbeitgeber sind und inwiefern sie ihn anderen weiterempfehlen würden.

Managementbefragung: Im Rahmen dieser Befragung wird eruiert, welche Karrieremöglichkeiten im Betrieb bestehen, wie die Unternehmensstrategie verfolgt wird und wie mit dem Thema Nachhaltigkeit umgegangen wird.

Arbeitgeberleistungen: Erfasst werden außerdem die Zusatzleistungen des Arbeitgebers, etwa was Weiterbildung, Firmenwagenregelungen, Benefits oder Karrierechancen betrifft.

Aus den erhobenen Daten ergibt sich eine Gesamtbewertung. Werden die Mindestkriterien erfüllt, zertifiziert das DIQP das Unternehmen als "Top Arbeitgeber" und vergibt das begehrte Arbeitgebersiegel.

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Das Zertifizierungsverfahren: Erhebung, Prüfung und Auszeichnung

SQC-QualityCert
Nach Erfassung der erforderlichen Daten werden diese bewertet. Dabei fließen die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung mit einer Gewichtung von 50 Prozent ein. Die Arbeitgeberleistungen machen 30 Prozent der Gesamtbewertung aus und weitere 20 Prozent entfallen auf die Managementinterviews. Anschließend prüft die SQC-QualityCert als unabhängige Zertifizierungsgesellschaft das Ergebnis. Nach erfolgreicher Zertifizierung erhält der neue "Top Arbeitgeber" das Qualitätssiegel und kann dieses fortan für sein Employer Branding und andere Werbeaktionen benutzen.

Erwähnenswert ist die Fairness-Garantie des DIQP: Ergibt die Auswertung das Gesamturteil "Sehr gut", wird die Zertifizierung durchgeführt. Lautet das Urteil hingegen "Gut" oder "Befriedigend", kann der Arbeitgeber selbst entscheiden, ob er die Zertifizierung annehmen oder zurückweisen möchte. Im Fall der Ablehnung wird nicht das gesamte Zertifizierungsverfahren in Rechnung gestellt, sondern nur die Mitarbeiterbefragung in Höhe von 290 Euro.

Arbeitgebersiegel: wertvolles Instrument im Employer Branding

Top Arbeitgeber (DIQP) | Arbeitgebersiegel
Das DIQP setzt auf ein Zertifizierungsverfahren, das eine strikte Trennung zwischen dem Siegelnehmer, dem Siegelgeber und der Zertifizierungsgesellschaft vorsieht. Damit kann sich die Institution ihre Unabhängigkeit bewahren. Die Auszeichnung als "Top Arbeitgeber (DIQP)" gilt deshalb als glaubwürdig und genießt bei Arbeitnehmern hohes Ansehen. Das unabhängige Verbraucherportal Label-online.de, das gängige Label auf ihre Aussagekraft hin untersucht, hat der Auszeichnung das Prädikat "besonders empfehlenswert" verliehen. Arbeitgeber können mit dem Arbeitgebersiegel für ihre Attraktivität werben und so bei den Bewerbern Vertrauen schaffen.

Sie können damit aber nicht nur den Zulauf an neuen, qualifizierten Fachkräften sichern, sondern auch die Mitarbeiterbindung steigern. Im Rahmen der Zertifizierung werden die Mitarbeiter zu ihrer Zufriedenheit, ihren Wünschen und Verbesserungsvorschlägen befragt. Lässt der Arbeitgeber anschließend Taten folgen, um der Belegschaft ein noch besseres Arbeitsumfeld zu bieten, wachsen die Arbeitsmotivation, die Identifizierung mit dem Unternehmen und in der Folge auch die Mitarbeiterbindung.